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Digitalisierung im Möbelbau

Digitalisierung im Möbelbau
Echte Daten, sonst nichts

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iFurn versteht sich als Schnittstelle zwischen Zulieferindustrie und Möbelbauer Grafik: ifurn GmbH
Um die Vorteile der Digitalisierung im Möbelbau wirklich zu nutzen, müssen alle Beteiligten mit den echten Daten der Lieferanten arbeiten. Dirk Löckener von iFurn beschreibt, warum aus seiner Sicht zukünftig kein Weg an dieser Philosophie vorbeigeht.

Betrachtet man die gesamte Prozesskette eines Möbels dann fällt sehr schnell auf, dass es keinen übergreifenden Workflow bzw. keinen digitalen Prozess gibt, der komplett greift. Eine übergreifende Digitalisierung vom Lieferanten über den Verkauf bis zur Anlieferung der Möbel ist nicht gegeben. Natürlich sind heute alle Arbeitsschritte EDV-unterstützt und von daher oberflächlich gesehen als digital einzuordnen. Aber eine digitale Datendurchgängigkeit existiert nicht.

Woran liegt das? Zum einen bestehen nicht von allen Einzelteilen digitale Daten. Das ist natürlich Voraussetzung und großes Ziel von iFurn, die Lieferanten der Beschläge, Komponenten, Werkstoffe usw. dazu zu bringen, ihre Artikel digital anlegen zu lassen. Zum anderen sind die einzelnen Abteilungen noch nicht darauf eingestellt einen durchgehenden Datenfluss zu verarbeiten. Doch darin liegt die Zukunft! Es ist nicht mehr sinnvoll, dass Planer Konstruktionen erstellen, die zwar dem späteren Original in nichts nachstehen, aber ohne Inhalt gezeichnet sind.

Durch die Verwendung digitaler Daten von Lieferanten wird bereits die Konstruktion erheblich einfacher. Vom Start weg entstehen komplexe Daten, die für sämtliche nachfolgenden Bereiche genutzt werden können. Die Fertigung steuert damit die Maschinen an. Die Arbeitsvorbereitung und der Einkauf greifen auf sichere Stammdaten zu, die vom Lieferanten gepflegt und aktualisiert werden. Der Verkauf präsentiert Produkte, entweder im Katalog oder online, genau so, wie sie konstruiert und auch produziert werden. Sämtliche Designs wie z. B. von Dekoren oder Beschlägen werden direkt 1:1 vom Lieferanten an den Endkunden vermittelt. Durch diesen möglichen digitalen Workflow vermeidet die Branche viele Übermittlungsfehler, steigert die Produkt- und Kommunikationsqualität, reduziert Abweichungen u. v. m.

Ist das eine Utopie? Nein, denn das Onlinegeschäft läuft schon genau auf dieser Basis. Nach der Konfiguration werden sämtliche Artikel ohne zusätzliche Manpower im Innendienst oder einer Arbeitsvorbereitung, ausgelöst und laufen geradewegs in die Produktion. In diesem Workflow können demnach nur Möbel angeboten werden, deren Zukaufartikel digital verfügbar sind. Das ist die Zukunft!


Dirk Löckener von der iFurn GmbH in Herford ist überzeugt, dass ein durchgängiger Workflow bei der Produktion kundenindividueller Möbel nur auf Basis der digitalen Daten der Zulieferer möglich ist.


Steckbrief

iFurn ist ein Cloudservice, der digitale Produktdaten für den Möbelbau zur Verfügung stellt. Damit bildet das Unternehmen die Schnittstelle zwischen der Zulieferindustrie und den Möbelproduzenten aus Industrie und Handwerk. Hinter iFurn steht die Imos AG.

www.ifurn.net

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