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Möglichkeiten bei der Plattenverarbeitung

Digitale Schreinerei
Autarke Maschinen

Autarke Maschinen
Das Plattenlager räumt bei Artego auch noch den Nesting-Tisch ab Foto: Becker Automatisierungssysteme
Möglichkeiten bei der Plattenverarbeitung: Was soll die Maschine jetzt tun? Welches Werkzeug? Welche Drehzahl? Wie kommt das Material auf den Tisch? Wie lassen sich die Werkstücke entnehmen? Plattenverarbeiter haben schier unbegrenzte Möglichkeiten. dds-Redakteur Georg Molinski nennt einige.

Dass selbst ein eifriger Schreiner oder Maschinenführer 30 Mal am Tag an der Plattensäge die Schnittgeschwindigkeit, den Vorschub und den Sägeblattüberstand neu einstellt, um etwa die beste Schnittqualität, den maximalen Standweg oder die höchste Produktivität zu erzielen, ist illusorisch. In der Regel wird er mit einer oder wenigen Einstellungen arbeiten, die allen Fällen irgendwie gerecht werden.

Die Fragen ob, wann oder wie oft man dabei optimal oder einigermaßen gut unterwegs ist, bleiben jedoch unbeantwortet. Eigentlich sollte es doch im Zuge der Digitalisierung kein Problem mehr sein, die Zerspanungstheorie mit den Erkenntnissen der Werkzeugspezialisten, Maschinenbauer und der Praktiker zusammenzuführen und die Maschine ganz automatisch optimal einzustellen! Genau das hat Homag mit seinem Materialmanager getan (siehe »Maschinen mit Know-how«).

Zu den großen aktuellen Themen gehören nach wie vor die Säge-Lager-Kombination und das Nesting. Beide haben vor gut zehn Jahren einen wahren Boom ausgelöst und die Digitalisierung und Effizienz vieler Betriebe enorm vorangetrieben. Heute können die Anwender die damit geschaffenen Strukturen für weitere Optimierungen und Automatisierungen nutzen.

Die Auflösung des Engpasses Zuschnitt bescheren den Betrieben in der Regel einen neuen Engpass, zum Beispiel an der CNC. Hier geht der Trend weg, von den großen und aufwendigen Alleskönnermaschinen hin zur Kombination von einfachen, aber effizienten Durchlauf-CNCs mit Spezialmaschinen (siehe Reportage »Nimm zwei!«).

Ein weitere Möglichkeit der Plattenverarbeitung ist und bleibt die klassische Automatisierung, etwa für den Rücktransport an der Kantenanleimmaschine, der je nach Gewicht und Größe der Werkstücke sowie Durchsatzmenge enorme Effizienzsteigerungen ermöglicht (Siehe Reportage »Easy going«).

Häufiger sind jetzt auch Lösungen für das automatische Auf- und Abstapeln an der CNC zu finden. Eine Lager-Nesting-Kombination, bei der das Automatiklager auch noch den Nesting-Tisch abdeckt, hat Becker Maschinen mit Wiessner und Grundner beim Küchenhersteller Artego realisiert (Siehe Reportage »Zuschnitt auf dem Papier«).

Noch komplexere Automatisierungen lassen sich mithilfe von Robotern erzielen. Sie können Maschinen zu einer Fertigungszelle verknüpfen, Werkstücke puffern und sortieren oder Nesting-Tische abdecken und auf Paletten oder in Wagen kommissionieren (siehe Reportage »Läuft wie von selbst«).

Viele Betriebe arbeiten daran, möglichst alles miteinander zu vernetzen, um das betriebliche Geschehen übergeordnet zu steuern und spezielle Workflows, zum Beispiel beim Werkzeugschärfen, automatisch ablaufen zu lassen. Oft stellen Cloudlösungen die Verbindung zwischen den Beteiligten her. Versieht beispielsweise ein Werkzeughersteller einen Fräser mit einem digitalen Zwilling in der Cloud, kann der Schärfdienst nach getaner Arbeit die neu vermessenen Maße eintragen, damit die Maschine des Anwenders diese automatisch einlesen kann (siehe »Digitaler Zwilling weiß alles«). –GM

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