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Die erste Einstellung sitzt

Technik
Die erste Einstellung sitzt

Eine Rüstzeitreduzierung von bis zu 80 Prozent verspricht Martin mit seiner neuen Premiumfräse T 27. Das Fräsen von Probestücken soll damit endlich der Vergangen- heit angehören.

Augenfälligste Innovation an der Tischfräse »T 27« von Martin ist der auf Augenhöhe sitzende Farbmonitor mit Touchscreen-Steuerung. Die neue, einfach zu bedienen Steuerung dient vor allem dazu, die Rüstzeiten zu reduzieren und so die Effizienz der Tischfräse zu erhöhen. Die Basismaschinen beider Varianten, T 27-»Fix« und T 27-»Flex«, sind mit 5,7“-Monitor ausgestattet, als Option steht eine noch leistungsfähigere Steuerung mit 10,4“-Monitor zur Verfügung.

Jeder Rüstvorgang stellt den Anwender vor die Herausforderung, ein vorhandenes Werkzeug auf der Maschine möglichst schnell in die Position zu bringen, die ein sicheres und effizientes Arbeiten ermöglicht. Mit der Grundmaschine können bis zu 500 Werkzeuge in einer Datenbank zu erfasst und verwaltet werden. Ebenfalls in der Grundmaschine wird die Fräshöhe, an der T 27-Flex auch der Fräswinkel, per Steuerung elektronisch positioniert und die Fräsanschlagposition elektronisch angezeigt. Aktiviert der Anwender das eingesetzte Werkzeug, zeigt die Steuerung die aktuellen Fräsmaße gegenüber Tisch und Anschlag an. Diese Werte müssen jetzt nur noch auf die gemäß Zeichnung geforderten Maße korrigiert werden.
Ist die optimale Werkzeugposition für eine bestimmte Arbeit gefunden, lassen sich diese Einstellungen speichern: 100 Speicherplätze stehen am 5,7“-Touch-Screen, bis zu 1000 an der 10,4“-Steuerung zur Verfügung. Die in allen Steuerungen vorhandene alphanumerische Suchfunktion wird am großen Bildschirm durch die Möglichkeit ergänzt, Gruppen und Favoriten zu bilden.
Der Fräsanschlag wurde vollkommen neu entwickelt. Durch seine aufwändige beidseitige Führung lassen sich Wiederholgenauigkeiten erzielen, die bislang nicht möglich waren: ± 0,025 mm. Auch nachdem der Anschlag, etwa für Bogenfräsarbeiten, vom Maschinentisch genommen wurde, ist kein aufwändiges Referenzieren nötig. Durch die hohe Wiederholgenauigkeit, die auch für die Fräshöhe und den Fräswinkel (± 0,005°) gilt, lassen sich z.B. Konterarbeiten mit höchster Genauigkeit erledigen. In seiner Grundausstattung wird der Anschlag mittels Handrad nach der in die Steuerung integrierten und verrechneten Anzeige eingestellt. Die Einlaufbacke wird ebenfalls mit Handrad, jedoch nach Skala mit Nonius justiert.
Kontrolle über sechs Achsen
Beschränkt sich der »steuernde Einfluss« der Steuerung an den Grundmaschinen auf die Fräshöhe bzw. an der T 27 Flex auf Fräshöhe und Spindelneigung, können durch entsprechende Ausstattung bis zu sechs Achsen motorisiert und gesteuert arbeiten. Jede der weiteren Achsen Frästiefe (Anschlag), Span (Einlaufbacke), Tischöffnung (elektrische Tischringe) und Vorschubsupport (Höhe) lässt sich selektiv addieren. Dadurch lässt sich jede Maschine passend auf die Anforderungen des Kunden konfigurieren. Alle Achsen arbeiten, koordiniert durch die Steuerung, vernetzt miteinander. Damit lassen sich auch sehr komplexe Fräsbilder schnell und ohne Probefräsung perfekt einstellen und bearbeiten.
Die beiden Achsen Fräshöhe und, wenn vorhanden, Fräswinkel werden vollautomatisch referenziert. Gleiches gilt für die patentierten elektrischen Tischringe, die ein stufenloses Anpassen des Spalts zwischen Maschinentisch und Werkzeug ermöglichen.
DornFix oder HSK
Anwender, die ihre Tischfräse als Ergänzung zu einem CNC-Bearbeitungszentrum sehen, sind mit der neuen HSK-Werkzeugschnittstelle gut beraten. Kommt die Grundmaschine mit dem Martin-eigenen »DornFix«-Schnellwechselsystem, kann optional das werkzeuglos spannende HSK-System gewählt werden. Neben dem HSK 85-»PowerLock« kann auch die Ausführung HSK 63F oder HSK 63E gewählt werden. Das nachträgliche Umrüsten ist zu vertretbaren Kosten möglich. Damit kann der Anwender jetzt geeignete Werkzeuge auf der Tischfräse einsetzen und das BAZ so von kapazitätsfressenden Durchlauffräsarbeiten entlasten.
Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG 87724 Ottobeuren Tel.: (08332) 911-0, Fax: (08332) 911-180 www.martin.infoo

Kompakt Tischfräse T 27 von Martin
Starrfräse: T 27-«Fix« Schwenkfräse: T 27-«Flex«
  • bis zu sechs gesteuerte Achsen
  • Verwaltung von bis zu 1000 Werkzeugen und 1000 Programmen
  • Power-PC-Steuerung mit 5,7”- oder 10,4”-TFT-Touchscreen
  • Motorstärke 5/6 kw, opt. bis zu 11 kW
  • Wiederholgenauigkeit +/- 0,025 mm

  • Hintergrund Große Pläne für die Zukunft
    Martin will sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren und erheblich investieren.
    Anläßlich der Vorstellung der neuen Tischfräse am Vorabend der Ligna äußerten sich Sonja und Peter Martin zur Lage des Unternehmens und den Plänen für die Zukunft. So ist es Martin 2006 gelungen, den Gesamtumsatz um 47 Prozent zu steigern. Die Montage wurde auf Fließfertigung umgestellt, wodurch sich die Durchlaufzeiten von drei Wochen auf zwei Tage verkürzen. Änderungen können jetzt noch bis vor kurz vor Maschinenauslieferung realisiert werden.
    Das Unternehmen wird sich künftig auf die Kern- und Schlüsselkompetenzen konzentrieren. Für die Produkte bedeutet das die Konzentration auf »Sägen, Fräsen und Hobeln«. In der Fertigung will man sich auf qualitätsprägende Bauteile sowie die Montage beschränken. Bei Nicht-Schlüsselteilen baut Martin auf die langfristige Partnerschaft zu Qualitätszulieferern.
    Zur Realisierung der Vorhaben sollen in den nächsten vier Jahren mehrere Millionen Euro investiert werden. U.a. werden zwei neue Bearbeitungszentren angeschafft, mit denen Martin in die HSC-(= High-Speed-Cutting) Technik einsteigt. HJG
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