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Bof und Baz

Technik
Bof und Baz

Für Tischler und Schreiner standen die diesjährigen Hausmessen der Homag-Gruppe unter der Überschrift „Alles was das Handwerk braucht“. dds hat sich für Sie informiert, was es Neues gab.

Highlight des Homag-Treffs in Schopfloch war die Vorstellung des Bearbeitungszentrums BOF 611, einer Portalmaschine aus dem „Optimat“-Programm, die in Zusammenarbeit mit Weeke entwickelt wurde. Sie zeichnet sich durch folgende Details aus:

  • Frässpindeln mit bis zu 15 kW Leistung (max. Drehzahl 24000 1/min)
  • ein oder zwei Aluminiumrastertische mit patentiertem schwalbenschwanzförmigem Nutensystem für die einfache mechanische Befestigung von Spannelementen
  • IPO-Steuerung (IPO: intelligente Pro- zessoptimierung) zum gleichzeitigen Ablauf mehrerer Prozesse wie Bohren, Werkzeugwechsel oder Verfahren der Arbeitstische im Pendelbetrieb
  • Bohrköpfe mit bis zu 39 Bohrspindeln, integrierter Nutsäge und Anbauaggregaten mit einer mechanischen Spindelklemmung (patentiert) und einem Schnellwechselsystem (patentiert)
Im Handwerkerbereich Practive wurde außerdem das BAZ 222 gezeigt, ein Bearbeitungszentrum mit Kantenanleimaggregat. Auf dieser Maschine wurden u.a. die neuen Software-Module „WoodStairs“ (Treppenkonstruktion) und „WoodWindows“ (Fensterbau) demonstriert, die auf den Produkten der strategischen Partner Compass bzw. Klaes basieren.
Weitere Themen der Hausmesse waren das „Edge Folding“-Verfahren (Kanten an eckigen Werkstücken umlaufend anbringen) und die Leichtbauplatten-Fertigung. Besonders die Leichtbauweise zählt Kurt Kalmbach, Vorstand Technik bei der Homag AG, zu den Megatrends im Möbelbau, ebenso wie die Digitaltechnik beim Dekordruck und die zunehmende Individualisierung der Produkte.
Holzma zeigt „Werkstatt online“
Im Vordergrund der Hausmesse beim Homag-Gruppenmitglied Holzma in Calw-Holzbronn stand die erneute Präsentation des Konzeptes „Werkstatt online“ (vgl. dds 5/04, S. 52). Dabei plant der Tischler/Schreiner seine Produkte am Rechner, die Branchensoftware „WoodProcess“ der Homag-Tochter Schuler Business Solutions organisiert den gesamten Prozess und sorgt für einen durchgängigen Datenfluss von der Auftragserfassung über die Maschinen bis zur Montage. Bei der Angebotserstellung visualisiert sie die Planung und ermittelt die Preise. Ist der Auftrag erteilt, werden automatisch Stücklisten erzeugt und alle von den Maschinen benötigten Informationen erstellt. In der Werkstatt wird das Zusammenwirken aller Maschinen in einer Fertigungsinsel realisiert: Sägen, Kantenanleimen, CNC-Bohren, Schleifen und Montieren. Als Informationsträger dienen Barcode-Etiketten. Den Zuschnitt übernimmt in diesem Konzept die Holzma-Druckbalkensäge „HPP 250“. Die Handwerkersäge aus dem unteren Preissegment wird komplett in Spanien gefertigt und ist mit Cadmatic-3.0-Steuerung ausgestattet.
Dass Holzma mit ihrer Produktpolitik erfolgreich ist, zeigen die jüngsten Unternehmenskennzahlen. So rechnet Geschäftsführer Erwin Jenkner für das laufende Jahr mit einem Mehrumsatz von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei der Mutter in Schopfloch sieht man wieder optimistischer in die Zukunft: Nach sehr erfreulichen Auftragseingängen in den vergangenen Monaten könnte Ende des Jahres ein Umsatzplus von zehn Prozent gegenüber 2003 herauskommen. HJG
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