Startseite » Technik » Bauelemente »

Zertifizierte Sicherheit

Bauelemente
Zertifizierte Sicherheit

Gretsch-Unitas (GU) bietet ein Haustürkonzept mit VdS-Zertifizierung an. Es basiert auf aufeinander abgestimmten Komponenten. Harald Gilleßen, Produktmanager bei GU, skizziert die relevanten Punkte des Zusammenspiels der elektronisch gesteuerten Haustürtechnik.

Harald Gillessen, Produktmanager Elektronik, GU-Gruppe, Ditzingen

Durch die am Markt einzigartige Kombination von Mehrfachverriegelung, Datenübertragung und Ansteuerung einer Tür durch Fingerscanner oder Codetastatur setzt das Haustürkonzept von Gretsch-Unitas (GU) Maßstäbe für mehr Sicherheit und Komfort an der Haustür. Das Haustürpaket mit dem Fingerscanner (GU-SECURY Automatic access controlled) ist als weltweit erstes per Fingerabdruck zu betätigendes Schließsystem vom VdS anerkannt worden. VdS ist die Prüf- und Zertifizierungsstelle u. a. für Einbruchdiebstahlschutz. VdS hat in engem Austausch mit Forschern und Herstellern Richtlinien für eine sichere Gestaltung biometrischer Erkennungsverfahren entwickelt (VdS 3112). Die Sicherheitskriterien, die Fingerprintsysteme unbedingt erfüllen sollten, um optimale Einbruchhemmung zu gewährleisten, sind u. a. der Algorithmus der Software, ein Ereignisspeicher, um Manipulationen zu verhindern, ein thermischer Zeilensensor, bei dem kein latenter Fingerabdruck hinterlassen wird, ein Sperrmechanismus bei unberechtigten Zutrittsversuchen und die Unempfindlichkeit gegen Umwelteinflüsse wie Regen, Kälte, Sonne.
Die VdS-Zertifizierung des gesamtes Haustürpakets bedeutet, dass die Einzelkomponenten auch VdS-zertifiziert sein müssen.
Manuelles Abschließen entfällt
Das Konzept baut auf der Mehrfachverriegelung »GU-Secury Automatic« mit elektromotorischem Antrieb auf. Die Secury-Mehrfachverriegelungen bieten ein Mehr an Sicherheit, denn die Schlösser haben oberhalb und unterhalb des mittigen Hauptschlosskastens mit Falle und Riegel zwei oder mehr zusätzliche Verriegelungen. Ein manuelles Abschließen ist bei den selbstverriegelnden Schlössern mit dem Automatic-Fallenriegel nicht notwendig. So ist die Tür ganz automatisch besser gegen Einbruchsversuche geschützt.
Netzteil, Steuergerät, Schlossansteuerung und Kabelübergang entfallen, da diese Funktionen im Strom- und Datenüberträger »SecureConnect200« integriert sind. Durch den Wegfall eines Kabelüberganges gibt es weder Einschränkungen beim Öffnungswinkel des Türflügels noch verkratzte Profile. Das komplette System kann in der Werkstatt gefertigt und als Baugruppe geprüft werden. Der Türflügel ist jederzeit demontierbar.
Das modulare Baukastenprinzip garantiert die Adaptierbarkeit von weiteren Komponenten wie z. B. Zutrittskontrolltechnologien ohne Veränderungen an der Tür. Die steckerfertigen Gesamtpakete bieten vielfältige Lösungen: von der Einzeltür bis zu komplexen Systemen, kabelgebunden oder kabellos, per Funk oder Smartphone.
Steckerfertige Montage
Das GU-Haustürkonzept basiert auf dem Zusammenspiel von aufeinander abgestimmten Komponenten: Mehrfachverriegelung, Datenübertragung und Ansteuerung der Tür durch Fingerscanner oder Codetastatur. Das alles wird vom Türenbauer in der Werkstatt vormontiert und als geprüfte Einheit in Haus oder Wohnung eingebaut und nur noch an das Stromnetz angeschlossen. Mit einem Netzstecker an eine Kabeltrommel verbunden kann sofort bei der Montage die Bauabnahme für ein Haustürelement erfolgen, auch wenn das Gebäude noch nicht elektrisch fertiggestellt ist.
Eine einfache Bedienung, Konfiguration und Inbetriebnahme des abgestimmten, steckerfertigen Pakets reduziert den Aufwand für den verarbeitenden Handwerker. Die Ansteuerungselemente sind individuell auswählbar. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt. Ein Manipulationsschutz ist gegeben. Es ist kein zusätzliches Programmiergerät erforderlich.
Die biometrische Fingererkennung ermöglicht einen komfortablen Zutritt. Sie eignet sich besonders für Eingänge und Nebeneingangstüren in Wohnhäusern mit mehreren Parteien, Familien mit Kindern, Arztpraxen und Anwaltskanzleien. Der Fingerscanner kann in das Türblatt, in den Türrahmen, in den Bereich des Briefkastens oder in die Sprechanlage integriert werden. Das System kann wahlweise als Aufputzvariante direkt auf der Hauswand oder in eine Standard-Unterputzdose montiert werden.
Schutz bei »zugezogener« Tür
Die Mehrfachverriegelung »Secury Automatic« verriegelt sich selbst. Das sorgt für Sicherheit und Versicherungsschutz – auch ohne Abschließen. Sie bietet zusätzlich Schutz vor Aufhebelversuchen, denn zum Hauptschloss in der Mitte kommen weitere Verriegelungen oben und unten, die das Aufdrücken wirkungsvoll verhindern. Da Haustüren in Mehrfamilienhäusern nicht mehr abgeschlossen werden dürfen (Gerichtsurteil Landesgericht Frankfurt Az.: 2–13 S 127/12), bietet die Panikfunktion der Mehrfachverriegelung einen sicheren Fluchtweg bei höchstem Einbruchschutz, weil die Tür automatisch verriegelt wird. Das funktioniert auch bei Stromausfall. Die Verschlusssysteme lassen sich von innen per Drücker und von außen mittels einer Schlüsselumdrehung jederzeit öffnen.
Für VdS-zertifizierte Haustürpakete sind BKS-Schutzbeschläge in sieben Drücker- und vier Knopf-Design-Varianten erhältlich. Geprüft und zertifiziert nach EN 1906 in der Benutzerkategorie 4 sowie in den Schutzklassen 2 (ES1) und 4 (ES3). Die Zylinderabdeckung (ZA) ist für einen Schließzylindervorstand von 10 bis 15 mm geeignet.
Das BKS-Wendeschlüsselsystem »Janus« bietet Sicherheit in vielen Facetten, wie erstklassigen Bohr-, Zieh- und Kopierschutz. Im Janus-Zylinder wird der hohe Anspruch an die Sicherheit konsequent weitergeführt: Ein neuer, feinmechanischer Sperrmechanismus bietet einen erweiterten Kopierschutz. Bei Zylindern mit registrierter Schließung mit Sicherungskarte ist dieser sogar serienmäßig.
Was in öffentlichen Gebäuden für Komfort, Sicherheit und Barrierefreiheit sorgt, kann man sich jetzt auch an der eigenen Haustür einbauen lassen. Der integrierte »Drehtürantrieb DTI« öffnet und schließt die Tür ganz automatisch. Dabei ist vom Antrieb nichts zu sehen und zu hören, denn der Antrieb ist geräuschlos und wird im Türflügel eingebaut. Die Haustüren werden von Gretsch-Unitas hinsichtlich der Fräsmaße geprüft und zum Einbau des Türantriebs freigegeben. Für den automatischen Antrieb sind Aluminiumtüren und Haustüren aus Holz geeignet.
Initiative K-Einbruch von der Polizei
Zur polizeilichen Kriminalprävention (Initiative K-Einbruch) stellt GU den Beratungsstellen derzeit Endkundeninformationen und Handmuster des Haustürkonzepts zur Verfügung. Die Polizei empfiehlt auf ihrer Errichterliste im Internet zertifizierte Fachbetriebe. Es lohnt sich, auf dieser Liste zu stehen, damit man von Haus- oder Wohnungseigentümern gefunden wird, die einen Fachbetrieb suchen, der die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, einbruchhemmende Maßnahmen fachgerecht durchzuführen.

Infotipp: Das Haustürkonzept

Planungs- und Bestellunterlage zum Haustürkonzept von Gretsch-Unitas: In drei Schritten kann ein VdS-zertifiziertes Haustürpaket zu unterschiedlichen Schließsystemklassen zusammengestellt werden.
Direkt zu den Unterlagen kommt man hier .

www.g-u.com


Mehr zum Thema:
Anzeige
Aktuelles Heft
Titelbild dds - das magazin für möbel und ausbau 11
Aktuelle Ausgabe
011/2020
EINZELHEFT
ABO
Anzeige
dds-Zulieferforum
Grafik des Monats

Zahl der Betriebe im Tischlerhandwerk

dds auf Facebook


dds auf YouTube

Im dds-Channel auf YouTube finden Sie:
– Videos zu Beiträgen aus dds
– Kollegen stellen sich vor
– Praxistipps-Videos
– Maschinen & Werkzeuge

Abonnieren Sie dds auf YouTube »