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Wir können auch anders

Bauelemente
Wir können auch anders

Der Nachteil von Holz-Alu-Fenstern ist ihr vergleichsweise hoher Preis. Jetzt kommen die Systemgeber mit neuen Ideen, wie sich die Kosten in der Fertigung reduzieren lassen.

Damit kleine und mittlere Fensterproduzenten in Zukunft überhaupt noch überleben können, müssen sie ihre Produktionsprozesse vereinfachen und die Kosten in der Fertigung minimieren. Gleichzeitig verlangen die Kunden jedoch nach individuellen Lösungen, was eine hohe Flexibilität fordert und zu einer breiten Produktpalette führt.

Beim Systemhaus Wesko aus Fellbach z.B. haben diese Überlegungen zur Entwicklung der „Plattform HM P10 – P30“ geführt. Aufbauend auf den Parametern, die beim Holz-, Verkleidungs- und Holz-Alu-Fenster übereinstimmen, wurde ein Profil entwickelt, das als Basis für vier verschiedene Fensterkonstruktionen dient. Diese so genannte Plattform ist mit einem kompakten Werkzeugsatz zu fertigen, der von Leitz speziell für diesen Einsatz entwickelt wurde. Die Besonderheiten des einzelnen Profils werden mit einfachen Ergänzungswerkzeugen realisiert. Für den Verarbeiter bedeutet dies geringere Werkzeugkosten (Investition und Wartung), kurze Rüstzeiten und im Endeffekt einfachere Maschinen mit weniger Spindeln.
Plattformen, Baukästen, Stangenware
Auch andere Hersteller wie z.B. Gutmann, Weißenburg, setzen auf das Baukastenprinzip. So sind Neuentwicklungen wie das Passivhaus-geeignete System „Mira-Therm“ mit nahezu den gleichen Werkzeugen herzustellen wie Standardsysteme. Durch den modularen Aufbau können viele verschiedene Konstruktionen wie z.B. flächenbündige/flächenversetzte Profile, Verbundfenster, WBS-Flügel etc. mit wenigen Werkzeugen hergestellt werden.
Bug Alutechnik, Vogt, hat mit „Aluvogt Design low-E“ ein Profil entwickelt, das ebenfalls über sehr gute wärmeschutztechnische Eigenschaften verfügt und bei dem mit nur einem Holzquerschnitt verschiedenste Design- und Ausstattungsvarianten realisiert werden können.
Die wohl radikalste Kostenreduzierung lässt sich mit dem von Schweikart und Hoffmann angebotenen Holz-Alu-Fenster erzielen. Die Fensterkanteln werden hierbei nicht mit Schlitz und Zapfen verbunden oder gedübelt, sondern von Hoffmann-Schwalben zusammengehalten. Die maschinelle Ausstattung, die dafür benötigt wird, nimmt sich vergleichsweise bescheiden aus: Mit Doppelgehrungssäge, Keilnutfräse, Sickstanze sowie ggf. einer Schlitzfräse kommt man zumindest am Anfang aus. Die Fensterkanteln werden fix und fertig profiliert als 6-m-Stange zugeliefert, in verschiedensten Holzarten, ummantelt oder auch fertig lackiert. Auch alle anderen Komponenten wie Aluschalen, Dichtungen usw. werden von Schweikart bzw. Hoffmann kommissionsbezogen zur Verfügung gestellt. Glas und Beschläge bezieht der Verarbeiter weiterhin bei seinem angestammten Händler. Die zeitliche Einsparung bei der Fertigung dieses Fenstertyps wird von den Systemgebern mit 30 Prozent gegenüber konventionellen Holz-Alu-Fenstern angegeben. HJG








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