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Sitzt, passt und wackelt nicht mehr

Bauelemente
Sitzt, passt und wackelt nicht mehr

In der Windoor-Ausgabe 12/2003 hat Wilfried Berger auf Konstruktionsschwächen eines Windfangelements hingewiesen. Markus Mattonet und Heinz Böckenholt stellen zwei Lösungen der Firma Huga vor, die das Problem vermeiden sollen.

Dipl.-Ing. Markus Mattonet, Heinz Böckenholt

Besonders die MDF-Profile hat der Sachverständige Wilfried Berger wegen ihrer geringen Biegesteifigkeit kritisch betrachtet. Die Firma Huga aus Gütersloh bietet eine Konstruktion an, die durch einen Kern aus Aluminium-Quadratrohr höhere Stabilität aufweist, was der Nachfrage nach Blend- und Blockzargen mit kleinen Kämpfern und Stillständen entgegenkommt. Durch das Verkleben mit den MDF-Profilen erhält der „Stillstand“ (aufrechtes Rahmenteil) eine hohe Sta- bilität. Dadurch wird die Kraftübertragung von der Bandaufnahme und dem Schließblech gegenüber einer nicht verstärkten MDF-Konstruktion sehr verbessert. Diese Konstruktion ist ebenfalls nicht für alle Anwendungen geeignet. Gerade in dem Bereich, wo Kämpfer und Stillstand zusammentreffen, kann trotz Verleimung und Verschraubung ein statischer Schwachpunkt entstehen.
Holzumfassungszargen, bei denen sich Kämpfer und Stillstand an der Futterbreite der Umfassungszarge orientieren, sind meistens die bessere Alternative. Die kraftschlüssige Verbindung erlaubt es, auch relativ schwere Türelemente am Stillstand anzuschlagen. Die Montage ist so einfach und haltbar wie der Einbau einer normalen Umfassungszarge.
Der Stillstand wird über verdeckt montierte Passstücke mit dem Boden verbunden. Bei fachgerechter Montage wird eine so gute Kraftableitung ins Mauerwerk erreicht, dass noch nie ein Stabilitätsproblem aufgetreten ist.
Industrielle Hersteller entwickeln Konstruktionen nach den Erfordernissen des Marktes. Den Kunden werden Entwicklungen für viele Einsatzgebiete in unterschiedlichen Preisklassen angeboten. Die Auswahl einer geeigneten Lösung obliegt dem Handwerker vor Ort, der die fachgerechte Montage übernimmt und im Vorfeld auf Risiken hinweisen sollte, die zu leichte Konstruktionen mit sich bringen:
  • Neben der Dimension kann besonders ein hoher Glasanteil (Extremfall Ganzglastür) das Türgewicht erhöhen.
  • Schwere Türen sollten bevorzugt wandseitig angeschlagen werden.
  • Kann der Stillstand bis zur Decke durchlaufen? (geschosshohe Elemente)
  • Erlaubt die lichte Breite eine Aufteilung in mehrere Elemente?
  • Sind zusätzliche Sockel oder weitere Kämpfer möglich? Könnte ein Flügel ggf. fest montiert werden?
  • Können Oberblenden eine statische Funktion übernehmen?
Fazit: Es gibt schlanke Konstruktionen, die „windsicher“ sind. Entscheidend ist auch die Montagesituation vor Ort, die die Hersteller nur bedingt vorausplanen können. Hier sind Tischler und Schreiner als Kundenberater gefragt!
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