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Schneller zum Ziel

Bauelemente
Schneller zum Ziel

Mit Lacksystemen, die durch Mikrowellen und UV-Strahlung trocknen, beschleunigt Sikkens das Beschichten der Fensteroberfläche.

Um UV-härtende Beschichtungen forciert zu trocknen, setzt der Lackhersteller Akzo Nobel mit seiner Marke Sikkens unter anderem auf die innovative Anlagentechnik des italienischen Maschinenbauers Giardina (www.giardinagroup.com). Durch die Kombination von Mikrowellen, Luftdüsen und UV-Strahlung werden wasserverdünnbare Speziallacke und -lasuren auf Fensterkanteln, Profilbrettern oder Leisten in kürzester Zeit getrocknet und ausgehärtet.

Die Mikrowellen werden dazu eingesetzt, die Feuchtigkeit in den Beschichtungen von innen nach außen zu transportieren. Das Verfahren nennt sich »MOS« (Micro Onde Selezionate=selektierte Mikrowellen). Die auf den Oberflächen verbleibende Restfeuchtigkeit wird anschließend von den nachgeschalteten Luftdüsen vollständig entfernt. Bereits getrocknet erreichen die Teile das dritte Modul der Anlage. Hier werden die Beschichtungungen durch eine exakt definierte UV-Strahlung in wenigen Sekunden ausgehärtet. Da die Giardina-Trocknungsanlage in Modulen aufgebaut ist, können wahlweise alle drei Komponenten oder nur der Mikrowellen-Baustein zusammen mit den Luftdüsen betrieben werden.
Die Vorteile dieser Technik sind weitreichend: Produktionsabläufe und -zeiten lassen sich verkürzen; der Energieverbrauch gegenüber dem heute üblichen Verfahren der Lufttrockung wird deutlich reduziert. Bereits wenige Minuten nach dem Auftrag der Beschichtungen können die Teile weiterverarbeitet werden. Zudem bietet die MOS-Technologie in Verbindung mit der Düsentrocknung und der UV-Strahlung Vorteile bei der Qualität der Oberfläche.
Die positiven Eigenschaften der von Sikkens speziell für das neue Trocknungsverfahren entwickelten Beschichtungssysteme zeigen sich nicht erst bei der Schlussbeschichtung. Durch die schnellere Aushärtung des Lackfilms kann der Zwischenschliff früher erfolgen. Neben einer verbesserten Schleifbarkeit weisen die Oberflächen zudem einen guten Verlauf auf und überzeugen durch eine hohe Widerstandsfähigkeit und Elastizität.
Akzo Nobel Deco GmbH 31515 Wunstorf Tel. (05031) 961-269, Fax: -321 www.akzonobeldeco.de

Wasserlack auf Eiche – (k)ein Problem?
Im Hinblick auf die 2007 bevorstehende VOC-Richtlinie hat Akzo Nobel den Einsatz von Wasserlack auf Eiche untersuchen lassen.
Beate Willenbücher und Tobias Wigant von der Heinrich-Hübsch-Fachschule für Holztechnik in Karlsruhe haben in Zusammenarbeit mit Akzo Nobel die Technikerarbeit »Wie gut funktionieren Wasserlacke auf Eichenholz?« erstellt. Getestet wurden das Lasursystem Natura (Primer/Finish) von Glasurit und ein Lasursystem von Sikkens. Mehrere Eichenarten wurden bei unterschiedlichen Holzfeuchten beschichtet und unter künstlicher Bewitterung getestet. Ergebnis: Anders als erwartet, wurden keine Oberflächenstörungen oder Verfärbungen der Beschichtung festgestellt. Näheres zu dieser Thematik erfährt man unter www.glasuritholzlacke.de
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