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Ohne Holz keine Tür …

Bauelemente
Ohne Holz keine Tür …

… zumindest gilt dies bei Spezialtürenhersteller Schörghuber. Ob Schall, Feuer, Wasser oder auch Einbrecher – die bayerischen Türspezialisten aus Ampfing haben gegen jedes dieser Elemente eine Lösung auf Holzbasis. dds hat sich das Unternehmen vor Ort angesehen.

Wer kennt ihn nicht, den Standardtext bei einer Ausschreibung für einen Kindergarten, eine Schule oder ein Verwaltungsgebäudes? Sobald eine Tür einen Erschließungsweg als Fluchtweg tangiert, taucht er auf: »Typ xy von Schörghuber« – formal versehen mit dem Zusatz »oder vergleichbar.« Bei vielen ausschreibenden Architekten ist im Objektbereich Schörghuber gesetzt. 1962 brachte das Unternehmen als erster Anbieter eine Brandschutztür aus Holz auf den Markt und hat sich seitdem über die Jahrzehnte als Marke für Spezialtüren aus Holz etabliert.

Im Rahmen der Erweiterung seiner Produktionsfläche durch eine weitere Halle auf nun über 80 000 m² gab Schörghuber Einblicke in seine Zargen- und Türblattproduktion. Ergänzt wurde die Werksführung durch Demonstrationen des Prüfinstituts PfB mit Einbruchsversuchen bei Türelementen mit unterschiedlichen Widerstandsklassen. Beeindruckend war auch der über 90 minütige Brandschutztest im werkseigenen Brandschutzprüfstand eines 3 x 3 m großen zweiflügeligen Türelementes aus eichenen Profilen mit Brandschutzverglasung und Rahmentürfüllung .
Ein Mix an Schutzfunktionen
Jede Schutzfunktion an einem Element für sich ist nicht die ganz große Herausforderung für Entwickler und Projektleiter eines Spezialtürenwerkes. Zunehmend muss eine Objekttür jedoch unterschiedlichste Schutzwerte in Kombination leisten können. Ein möglichst robuster Aufbau mit stabiler Konstruktion und Schutzeinlagen für eine ideale Einbruchshemmung kann im Widerspruch zu einem flexiblen Aufbau für einen perfekten Schallschutz stehen. Kommen Brandschutzanforderungen und Elektrifizierungsvorgaben für höchsten Nutzerkomfort dazu, wird das Ganze ambitioniert.
Kurze Lieferzeiten durch Losgröße 1
Weitere gestalterische Anforderungen von Bauherr oder Architekt, wie durchlaufende Furnierbilder, innen und außen abweichend etwa bei Hotelbauten, zeigen auf, dass professionelle Mitarbeiter und eine perfekte Betriebssteuerung notwendig sind, um in kürzester Zeit die richtige Tür an den richtigen Ort liefern zu können. Die Türen von Schörghuber sind meist mit einem vierseitig umlaufenden Schichtholzrahmen ausgestattet, durch dessen Lage im Türblatt die notwendige Stabilität erzeugt wird. Die Türen erreichen standardmäßig die Beanspruchungsklasse 4 (extrem). Mit welchen Funktionen die jeweiligen Türen ausgestattet sind, wird in enger Zusammenarbeit mit Planern oder auch den bestellenden Handwerkern entwickelt. Die komplexen Mehrfachfunktionstüren sind in bis zu 500 Oberflächen erhältlich. Kurze Wege und die optimierte Herstellung machen Lieferzeiten von acht bis 15 Tagen im Schnellschussprogramm möglich. So kann Schörghuber flexibel auf die Dynamik des Objektbaus reagieren.

dds-Redakteur Hubert Neumann hat in seiner »aktiven« Zeit als Schreiner etliche Türen von Schörghuber verbaut. Es war spannend zu sehen, wie effizient im Ampfinger Werk in Losgröße 1 solche Spezialtüren gefertigt werden.

Steckbrief

Die Schörghuber Spezialtüren KG produziert an ihrem Unternehmenssitz in Ampfing auf über 80 000 m² Spezialtüren aus Holz, die im Bereich Feuer-, Rauch-, Schall- Strahlen- oder Einbruchschutz sowie für Feucht- und Nassräume geeignet sind. Schörghuber beschäftigt 400 Mitarbeiter und ist neben der Marke Huga Holztüren Teil der familiengeführten Hörmann Gruppe.
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