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Unternehmensgeschichte Eclisse

Unternehmensgeschichte Eclisse
Innovationsgeist aus Prosecco

Dort, wo in Bella Italia der Prosecco zu Hause ist, hatte Luigi De Faveri 1989 eine zündende Idee: Er entwarf das erste Schiebetür-System, das ein Türblatt in der Wand verschwinden lässt und gründete die Firma Eclisse. Heute liefert das Unternehmen seine Produkte in 50 Länder.

eine geniale Idee zu haben, ist das eine, doch es braucht Mut, Talent und Geschäftssinn, um aus einem visionären Gedanken ein Unternehmen zu formen. Luigi De Faveri stellte die Weichen für seine berufliche Laufbahn bereits mit 13 Jahren, als der Bauernsohn aus Treviso 1953 die Schule verließ, um eine Lehre zum Schmied zu machen. »Mit 20 ging ich als Gastarbeiter nach Paris«, erinnert sich Luigi. Auf Baustellen reparierte er zwei Jahre lang Werkzeuge und fertigte Bewährungsgitter für den Stahlbetonbau. Zurück in der Heimat, stieg der junge Schmied in die Metallverarbeitungsfirma seines Bruders Antonio mit ein, was 1963 zur Gründung das Unternehmens De Faveri führte. »In dieser Zeit habe ich meine ersten Patente entwickelt. (…) mein treibender Gedanke dabei war, dass ich in der Produktentwicklung immer der Zeit voraus sein wollte« sagt Luigi und betont rückblickend, dass er damals viel gelernt habe.

Eine Türinnovation »Made in Italy«

1972 trennten sich die unternehmerischen Wege der Brüder und Luigi kaufte die erste Blechbearbeitungsmaschine, um die in Handarbeit stattfindenden Produktionsprozesse zu vereinfachen: »Meiner Frau Gabriella wurde es angst und bange bei all den Rechnungen (…) Ich hingegen war überzeugt, dass unsere Arbeit eine Zukunft hat.« Als sich der Jungunternehmer 1989 dann mit dem Thema Schiebetüren genauer befasste, schlug die Stunde von Eclisse: »Mich faszinierte die Vorstellung, dass man eine Schiebetür beim Öffnen ganz in der Wand verschwinden lassen könnte. Meine ersten drei Tür-Exemplare montierte ich kurzerhand in einem Haus in der Nachbarschaft. Dort sind die Türen bis heute noch im Betrieb.«

Auf das Miteinander kommt es an

Mithilfe von getunten, alten Maschinen aus der Eisenindustrie entstand 1991 eine Drei-Mann-Produktion des neuen Unternehmens Eclisse, was auf Deutsch so viel wie »verschieben« heißt. Heute hat das Unternehmen mit 160 Facharbeitern eine tägliche Produktionskapazität von etwa 3400 Systemkästen und Drehflügeltürzargen. Luigis Haltung zum Thema Fertigungsprozesse erklärt er wie folgt: »Damit wir dauerhaft eine gleichbleibend hohe Qualität unserer Produkte liefern können, bauen wir auf eine hohe Fertigungstiefe. Konkret heißt das: 86 Prozent unserer Ware produzieren wir im eigenen Unternehmen.« Abhängigkeiten in der Zulieferung werden so minimiert. Produziert wird nach den neusten Standards von Industrie 4.0 im nagelneuen Stammwerk in Pieve di Soligo, Treviso – dort wo in unmittelbarer Nähe zu dem malerischen Weinanbaugebiet des Prosecco alles begonnen hat. Fragt man Firmengründer Luigi De Faveri nach dem Erfolgsrezept, so verweist er auf den Eclisse-Leitspruch: Vorsprung durch Weitsicht. »Wo wir hinschauen müssen, verraten uns unsere Kunden, die jeden Tag mit unseren Produkten arbeiten. Daraus ergeben sich spannende Herausforderungen, für die wir die beste Lösung entwickeln«, ergänzt Luigi. Auf diese Weise sind im Laufe der Jahre mehr als 40 Patente entstanden.

Doch Eclisse fußt nicht nur auf der Genialität eines Mannes, das wird vor allem dann deutlich, wenn Luigi de Faveri durch die Produktionshallen geht, seine Mitarbeiter beim Vornamen nennend mit Handschlag begrüßt und auf einmal ein hohes Maß an gegenseitiger Wertschätzung und Hochachtung die Halle erfüllt. Der noch immer in der Produkt- und Unternehmensentwicklung unermüdliche Firmenchef ist überzeugt: »Diese Erfolgsgeschichte gebührt (…) vor allem unseren engagierten Mitarbeitern.«


Henriette Sofia Steuer war in der Provinz Treviso in der Region Venetien zu Besuch und bekam nicht nur Einblicke in die Erfolgsgeheimnisse von Eclisse gewährt, sondern durfte im Prosecco-Gebiet auch den Prosecco genießen.


Steckbrief

Der gelernte Schmied Luigi
De Faveri
entwickelte die erste Tür mit Innenwand-Schiebetür-
kasten und gründete 1989 die
Firma Eclisse. Heute liefert das Unternehmen in 50 Länder
und verfügt weltweit über 30
Agenturvertretungen

www.eclisse.de

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