Lichte Trennwände in Lärchenholz von Feco

Ideen brauchen Licht

Eine Investition in die Zukunft nennt die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ihren neuen Unternehmenshauptsitz: Der Finanzdienstleister ersetzt Büroetagen-Tristesse durch ein Campus-Konzept mit flexibler Flächennutzung. Die variablen Trennwände kommen von Feco.

Nahe dem bisherigen Standort in Kornwestheim bei Stuttgart errichtet W&W, der Zusammenschluss der Württembergischen Versicherung mit der Bausparkasse Wüstenrot, eine neue Unternehmenszentrale. Doch statt einer Büro-Burg entsteht dort ein Campus aus sieben getrennten Baukörpern mit eigenen Innenhöfen, locker gruppiert auf einem naturnahen Areal am Stadtrand. Das Ensemble fügt sich in die vorhandene, bewegte Topografie ein. Eine Streuobstwiese – Referenz an die Umgebung und den regionalen Ursprung beider Unternehmen – umgibt und durchdringt den gesamten Komplex. Das Konzept wurde von dem Berliner Architekturbüro Ortner & Ortner Baukunst entwickelt, das als Generalunternehmer auch mit der Ausführung des Projekts beauftragt ist. Ziel des W&W-Campus ist es, so der Bauherr, Büroflächen durch räumliche und organisatorische Flexibilität effizient zu nutzen und damit gleichzeitig attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Multifunktionale Teambüros, Desksharing und mobiles Arbeiten sind die Eckpfeiler des Campus-Konzepts: Durch offene Bürostrukturen und die räumliche Nähe aller dort beschäftigten Teams wird spontanes, vernetztes Zusammenwirken erleichtert. Eine durchlaufende Passage, die unter- und überirdisch begehbar ist, verbindet die Gebäude miteinander. Restaurant und Café, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Schulungs- und Tagungsräume sind auf kurzem Wege erreichbar.

Der in zwei Bauabschnitten entstehende Unternehmenscampus – die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für das Jahr 2023 geplant – wird die Unternehmen der W&W-Gruppe unter einem Dach bündeln sowie moderne und effiziente Arbeitswelten für 4000 Beschäftigte bieten. Damit führt der Campus auch räumlich das zusammen, was 1999 mit der Fusion von Wüstenrot und Württembergischer begonnen hat.

Raum-in-Raum-Konzept

Ende 2016 hat der Karlsruher Trennwandspezialist Feco-Feederle nach einer vorangegangenen Bemusterung den Auftrag für die Systemtrennwände im ersten Bauabschnitt des W&W-Campus erhalten. Zur Ausführung kommt zunächst in zwei miteinander verbundenen Gebäuden eine projektbezogene Sonderglaswandlösung mit filigranen Holzrahmen. Die dadurch strukturierten, offenen und von Tageslicht erhellten Büroflächen bieten Raum für 1200 Beschäftigte. Von den rund 7360 m² Systemtrennwänden bestehen ca. 2000 m² aus flächenbündigen Doppelverglasungen mit lärchenholzfurnierten Tragrahmen und schlanken, umlaufenden Holzleisten mit 10 mm Ansichtsbreite. Rund 1000 m² entfallen auf eine Nurglaskonstruktion im System Fecoplan und ca. 3700 m² sind geschlossene Wandflächen. Zur Verbesserung der Akustik in den Bürogeschossen mit ihren schallharten Betondecken hat Feco-Feederle 1280 Fecophon-Absorberpaneele mit objektspezifisch gefertigter Stoffbespannung montiert. Die Wandpaneele der Vollwände bestehen aus stoffbezogenen, akustisch wirksam geschlitzten, formaldehydarmen MDF-Platten. In die stoffbespannten Wände mit Sonder-Schlitzauslässen sind Fecoair-Überströmelemente integriert. Dies gewährleistet die Durchlüftung der als Besprechungs- und Rückzugsräume in die offene Bürolandschaft eingestellten Glaskuben. -HN


Steckbrief

Trennwände:
Feco-Feederle GmbH, Karlsruhe
www.feco-feederle.de

Architekt und GU:
Ortner & Ortner Baukunst, Berlin
www.ortner-ortner.com

Bauherr:
W & W AG, Stuttgart
www.ww-ag.com