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Glasleistenbefestigung FIXclip von Knapp in der Praxis

Glasleistenbefestigung FIXclip von Knapp in der Praxis
Schnell und sicher eingeglast

Abdichtung und Befestigung in einem: Seit mehr als fünf Jahren arbeitet Fensterhersteller Döpfner nach diesem Prinzip – und bringt so mit Hilfe der FIXclip-Schiene von Knapp täglich bis zu 150 Fenster auf den Weg.

Höchste Qualität in Holz- oder Holz-Alu und grenzenlose Gestaltungsvielfalt: Das verspricht der Fenster- und Haustürenhersteller Döpfner in Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt seinen Kunden in die Hand. Mit 90 Mitarbeitern produziert das Unternehmen im Durchschnitt 150 Fenster und drei Haustüren pro Tag und liefert sie an Schreiner und Wiederverkäufer im In- und Ausland. Rund 70 Prozent der Produkte werden als Holz-Alu-Konstruktionen gefertigt. Das restliche Drittel des Auftragsvolumens machen Holzfenster aus.

Um die Holzfenster zu verglasen, setzen die Fensterbauer aus Franken auf das »FIXclip«-Verglasungssystem GLE18 bzw. GLE20 von Knapp. Firmenchef Friedrich Knapp hat das zweiteilige Befestigungssystem entwickelt und auf die Bedürfnisse von Döpfner abgestimmt.

Das System ermöglicht die Befestigung und Abdichtung in einem Arbeitsgang, wobei die Glasleiste unsichtbar befestigt wird. Es besteht zum einen aus einer Kunststoffschiene mit besonderer Geometrie, die die Scheibe abdichtet und befestigt. Zum anderen aus einer Glasleiste, die als Sichtschutz montiert wird. Die Schienen dichten den Glasfalz sicher in einem Arbeitsgang ab: Das spart Fugenglasleistenfüller und somit einen Arbeitsgang und Montagezeit. Die leichtgängige Einrastfunktion des patentierten Systems macht es zudem möglich, die Glasleisten jederzeit zerstörungsfrei wieder zu demontieren. Der Glasfalz bleibt durch die beim Einglasen aufgebaute Spannung dauerhaft dicht. »Und die Ästhetik der Lösung, ist schlicht und ergreifend top«, sagt Mario Döpfner, der zusammen mit seinem Bruder Frank den Familienbetrieb in vierter Generation führt.

Die Idee dazu hatten die Döpfner-Brüder übrigens an einem Wirtshaustisch am Vorabend der Nürnberger Messe Fensterbau/Frontale. Sie überlegten, wie sich ihre Glasleisten mit Halte- und Abdeckschiene optisch ansprechender gestalten ließen. Mit einer Skizze auf der Wirtshausquittung gingen Sie am nächsten Tag zum Messestand von Knapp. Friedrich Knapp zeigte sich von der Idee begeistert. Er tüftelte und entwickelte und nach zwei Jahren stellte er ihnen das fix und fertige Produkt vor. Doch noch fehlte den beiden jungen Unternehmern der Mut, diese Veränderung in der Fertigung umzusetzen. Viele Gespräche und Überlegungen folgten, bis sie schließlich vier Jahre später den Schritt wagten.

Einglasen auch vor Ort möglich

Seither verglasen Döpfners ihre Holzfenster sowie die festverglasten Holz-Alufenster nach folgendem Prinzip: 2 mm Glasklotz auf Kunststoffwinkel legen, Glas einstellen, FIXclip-Schiene einlegen und mit der mitgelieferten Schablone bündig zur Vorderkante des Blendrahmens drücken und anschrauben. Die Schiene sitzt richtig, wenn die Glasleistenschablone vorne exakt bündig abschließt. Zuletzt muss die Glasleiste vorsichtig festgeklopft werden, bis diese sicher in der Schiene einrastet und dabei bündig mit der Vorderkante des Rahmens steht.

»Bevor wir das System von Knapp eingeführt haben, haben wir die Glasleisten sichtbar genagelt und die Nagellöcher mit Hart- oder Weichwachs geschlossen, erinnert sich Mario Döpfner. Der Nachteil dabei: Die Lösung war optisch eher mittelmäßig, zudem bestand stets die Gefahr, dass sich die Nägel mit der Zeit lockerten, was zur Fugenbildung zwischen Glasleiste und Glas führen konnte.

Falls die Verglasung durch den Fachbetrieb vor Ort erfolgt, bietet Döpfner eine Schulung im Haus an, um ein hochwertiges Ergebnis zu gewährleisten. Für solche Anwender oder auch Verglasungen auf der Baustelle hat Knapp die FIXclip-Schiene »GLE20 Plus« und ganz neu »GLE17« und »GLE17 Plus« für Glasleisten ab 13 mm Breite entwickelt. Sie sind mit einer zusätzlichen Keildichtung ausgestattet, die Toleranzen ausgleicht und gleichzeitig Druck aufbaut.

Döpfner lässt gerade eine automatisierte Maschine entwickeln, die die Fertigung weiter optimiert. Die Glasscheiben werden auf ein vordefiniertes Maß angepresst, gleichzeitig die Glasleisten und Schienen vermessen, um sie passgenau automatisch zuzuschneiden. So kann der optimale Anpressdruck unabhängig von der Glasstärke und der Fertigkeit des Handwerkers standardisiert erreicht werden. Mario Döpfner schwärmt: »Das garantiert einen effizienten Produktionsablauf und wird nichts weniger als ein Meilenstein in der Fensterfertigung sein!«


Christine Ryll ist Architektin und schreibt als Architekturjournalistin über die Themen Bau, Architektur und Immobilien. Den vorliegenden Beitrag über den Einsatz der FIXclip-Schiene bei Döpfner hat sie im Auftrag von Knapp erstellt.


Steckbrief

Anwender:
Döpfner Betriebs GmbH & Co. KG,
97447 Gerolzhofen

www.doepfner.de

FIXclip-Schiene:
Knapp GmbH, A-3324 Euratsfeld

www.knapp-verbinder.com

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