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Feuchtraumtüren: Was sit zu beachten?

Die Feuchtraumtür als Eintrittskarte für Aufträge
Praxistipp: Feuchtraumtüren

Feuchträume, wie Badezimmer, benötigen Türen mit darauf abgestimmten Eigenschaften. Karl Jungblut, Schulungsleiter bei Marktführer Jeld-Wen, erklärt, was bei Feuchtraumtüren zu beachten ist und wie sie als Eintrittskarte für gute Aufträge funktionieren können.

Der Sanierungs- und der Renovierungsbereich sind für Schreiner und Tischler ein wichtiges Marktsegment. Schließlich werden – so aktuelle Schätzungen – mehr als 80 % der Investitionen hier und nicht im Neubau getätigt. Ansatzpunkte, um Kunden proaktiv in diesem Zusammenhang auch über den Einsatz neuer Türen zu beraten, gibt es viele, etwa über das Thema Feuchtraumtür. Eine Beanspruchung im Feuchtraumbereich liegt dann vor, wenn Bauteile kurzfristig einer Feuchteeinwirkung auf der Oberfläche ausgesetzt sind. Diese Feuchteeinwirkung kann aufgrund feuchter Handtücher am Türhaken, feuchter Hände an der Türkante, hoher Luftfeuchte oder durch Spritzwasser im unteren Türbereich erfolgen.

Ansatz für erfolgreiche Geschäfte

Beim Hausrundgang zur Bestandsaufnahme fallen vielen Schreinern oftmals die Innentüren zu den Feuchträumen negativ auf. Herkömmliche Innentüren, fälschlicherweise anstelle von Feuchtraumtüren in Badezimmern und WC eingebaut, wurden aufgrund ihrer artfremden Nutzung im Laufe der Zeit unansehnlich und müssten dringend ausgetauscht werden. Diesen Umstand sollten sich Profis in der Beratung zunutze machen und mit fundiertem Wissen zum Thema Feuchtraumtüren aufwarten.

Feuchtraum- oder Nassraumtür?

Feuchtraumtüren zeichnen sich dadurch aus, dass die Türunterkante mit einem speziellen, ummantelten Anleimer versehen ist und die Oberfläche der Tür mit einem wasserundurchlässigen 0,5 – 0,8 mm starken Schichtstoff ausgestattet wurde.

Eine Nassraumtür ist laut Definition dann einzusetzen, wenn ein Türblatt langanhaltender Nässeeinwirkung und häufigem Spritzwasser ausgesetzt ist. Anwendungsbeispiele sind Türen von Nasszellenbereichen in Krankenhäusern, Hotels und Badeanstalten. Beispielsweise bietet Jeld-Wen geprüfte Feuchtraumtüren sowie Nassraumtüren (RAL-GZ 426 Teil 3 bzw. DIN EN 16580) an, die speziell für diesen Einsatzzweck entwickelt und zertifiziert wurden.

Für den Schreiner ergeben sich mit diesem Wissen interessante Ansätze im Kundengespräch. Er kann durch kompetente Beratung und praktiziertes Fachwissen sein Standing beim Kunden erheblich verbessern. Zum anderen ist der Schreiner hierdurch Teil einer Lösung sowie einer Präventivmaßnahme und eben nicht Teil eines vorhandenen Problems. Dieser emotionale Unterschied in der Kundenwahrnehmung sollte es dem Schreiner wert sein, der Feuchtraumtür mehr Beachtung zu schenken.


Karl Jungblut, Schulungsleiter von Jeld-Wen Deutschland in Oettingen. Er führt Montage- und Praxisschulungen im Bereich Türen und Zargen durch und hilft Handwerkern in allen Bereichen von Sonder- und Funktionstüren weiter. www.jeld-wen.de


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