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Fensterbeschichtung bei Ewitherm

Fensterbeschichtung bei Ewitherm
»Auf eine neue Stufe heben«

Aldra hat in eine komplett neue Anlage für die Beschichtung seiner Holzfenster investiert. Das Ziel: die Oberflächenqualität auf ein ganz neues Level bringen. Die Technik dafür kommt von Range + Heine, der Lack von Remmers.

Auf einer Fläche von insgesamt 1600 m2 erstreckt sich die neue Oberflächenbeschichtungsanlage bei der zur Aldra-Gruppe zählenden Ewitherm GmbH. Hier in Thedinghausen werden die Holzfenster- und -türen von Aldra gefertigt. Mit einem Fassungsvermögen der Fördertechnik von maximal 25 t kann die Anlage, je nach Größe der Elemente, bis zu ca. 300 Rahmenteile unterschiedlicher Größen und Formen aufnehmen. 5000 x 3000 mm ist dabei die Maximalgröße eines Elementes, welches in einem Stück in der neuen Anlage beschichtet werden kann.

Unterstützt mit moderner Computer- und Robotertechnologie erhalten die Fenster und Türen Oberflächen höchster Güte, die in mehreren, exakt aufeinander abgestimmten Schritten entstehen. Dazu werden die Elemente zunächst an Traversen gehängt. Über die Fördertechnik, die für sich genommen ein Gewicht von über 25 t auf die Waage bringt, gelangen die Elemente zu den einzelnen Stationen der Anlage.

Die Summe aus insgesamt sieben Arbeitsschritten garantiert am Ende ein besonders ebenmäßiges und langlebiges Ergebnis. Der Beginn des Weges führt die Elemente durch eine Flutanlage für den Auftrag einer Imprägnierung. Nach dem ersten »Bad« werden die Elemente über die Traverse in eine von zwei Halogentrocknereinheiten gefahren. Die Halogentechnik ermöglicht eine rundherum gleichmäßige Trocknung.

Im nächsten Schritt zur perfekten Oberfläche erfolgt der Auftrag der Grundierung. Hier stehen zwei Flutanlagen bereit. Eine Flutanlage ist für die Grundierung mit Lasurfarben, die insgesamt sechs Pumpen für einen schnellen und automatischen Farbwechsel enthält. Die zweite Anlage dient der Grundierung deckender Farbtöne. Alle Flutanlagen sind als Teil eines Systems konzipiert, in dem überschüssige Farben aufgefangen und dem Kreislauf wieder zugeführt werden können, so dass der Ressourcenverbrauch reduziert und für den tatsächlichen Bedarf optimiert ist. Hinter der Flutanlage befördert die Anlage die Traversen in eine Schräglage, was das -Ablaufen überschüssiger Farbe positiv beeinflusst. Damit es zu keiner ungewollten Spannung der Oberfläche kommt, sorgt die Anlage für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit, in der die Beschichtung entspannt trocknen kann.

Im weiteren Schritt erfolgt die erste Lackierung im Spritzverfahren mit einem wasserbasierten Zwischenlack. Dies erfolgt über zwei Roboter, die auf Verfahrwagen montiert sind. Mit einer 3D-Erkennung ausgestattet, ermitteln sie zunächst die Beschaffenheit, wie beispielsweise die Profilstärke der Elemente, um dann die Farbe in einem optimierten Lackierbewegungsablauf gleichmäßig aufzutragen. Nach einem erneuten Aufenthalt zum gleichmäßigen Trocknen gelangen die Elemente auf ihrem weiteren Weg an die Schleifstation. An zwei Arbeitsplätzen erhalten sie einen Zwischenschliff, damit die darauffolgende zweite Lackierung mit Finish-Beschichtung durch die Roboter optimal ist.

Abschließend werden die Elemente noch in die Entfeuchtungstrocknung mit Umluftfunktion gebracht. Wenn sie vollständig getrocknet sind, werden sie weitergefahren, um mit Beschlägen und Scheiben ausgestattet zu werden. Insgesamt fünf Absenkstationen, die in der Anlage enthalten sind, ermöglichen körpergerechtes Arbeiten. Die Ansteuerung der Leitrechnerfunktion durch die Fensterbausoftware befindet sich aktuell noch in Umsetzung.

»Die hohe Qualität der Oberfläche hat uns von Anfang an überzeugt«, sagt Ewitherm-Betriebsleiter Holger Asche. Die Basis dafür waren zahlreiche gemeinsame Versuche mit Farbenhersteller Remmers und daraus resultierende Feineinstellungen und Optimierungen. Und Aldra-Geschäftsführer Jan-Peter Albers ergänzt: »Mit der neuen Anlage setzen wir kompromisslos auf Qualität und wollen so dazu beitragen, das Vorurteil, Holzfenster seien extrem pflegenintensiv, zu entkräften.

Remmers Gruppe AG

49624 Löningen

Tel.: (05432) 83-200

www.remmers.com


Hintergrund

Aldra wurde 1888 als Tischlerei E. Albers & von Drathen gegründet. Das Unternehmen aus dem niedersächsichen Medlorf ist heute Vollsortimenter im Bauelementebereich und wird von Jan-Peter Albers in 4. Generation geleitet. Ewitherm ist die Marke für Holzfenster in der Aldra-Gruppe.

www.aldra.de

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