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Ausblick ins »Baujahr« 2007

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Ausblick ins »Baujahr« 2007

Für die baunahen Gewerke ist das vergangene Jahr wider Erwarten äußerst positiv zu Ende gegangen. Hält der Aufwärtstrend im laufenden Jahr an? Lesen Sie, wie die Fenster- und Fassadenbranche das Jahr 2007 einschätzt.

Nach zehnjähriger Talfahrt erwarten die deutschen Fensterhersteller für 2006 erstmals wieder ein Absatzplus. Der Zuwachs von 8 Prozent übertrifft aufgrund von einmaligen Sondereffekten wie dem Wegfall der Eigenheimzulage alle bisherigen Erwartungen. Für 2007 wird dann ohne diese Effekte ein Wachstum von 2,1 Prozent prognostiziert. Dies geht aus einer aktuellen Marktstudie hervor, die das Marktforschungsinstitut Heinze im Auftrag des Bundesverbandes Flachglas, des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie, des Industrieverbandes Pro-K sowie des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller erhoben hat.

Der Fenstermarkt hat 2006 gegenüber dem vorhergehenden Jahr von 11,6 auf 12,5 Millionen Fenstereinheiten zugelegt (Stand Dezember 2006, die endgültigen Zahlen lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Im Jahr 2005 war der Absatz noch um 8,2 Prozent gesunken. »Neben dem gewerblichen Bau stützte sich das Wachstum 2006 auf die gute Entwicklung im Wohnbau und hier vor allem auf den Renovierungsmarkt, wo sich die Sondereffekte am deutlichsten auswirken. Dazu gehören, neben dem Wegfall der Eigenheimzulage, der überraschend hohe Zugriff auf die Modernisierungs- und Sanierungskredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie der Steuerbonus für die Abzugsfähigkeit der Handwerkerrechnung«, erklärte Rüdiger Graap, Geschäftsführer Bundesverband Flachglas.
Fenster für den Wohnungsbau haben 2006 um 9,7 Prozent zugelegt, im Nichtwohnbau wuchs der Markt um 4,6 Prozent. Der Renovierungsmarkt nahm 2006 um 9,9 Prozent zu, der Neubau um 5,4 Prozent. Im Jahr 2007 wird der Wirtschaftsbau neben der Renovierung die treibende Rolle für die weiterhin positive Branchenentwicklung sein.
Was die Rahmenmaterialien angeht, hat Kunststoff 2006 über dem Durchschnitt zugenommen, Holz lag etwa im Gesamttrend, während Aluminium zurückblieb. Dies dürfte sich dieses Jahr wieder ändern, wenn sich das stärkere Wachstum des Nichtwohnbaus mit seinen höheren Anteilen von Metallfenstern und -fassaden auswirkt. 2007 wird deshalb der Aluminium-Anteil voraussichtlich überdurchschnittlich steigen.
Im Haustürenmarkt ist das Wachstum im Vergleich zum Fenstermarkt weniger ausgeprägt. Auch müssen die Zahlen für 2006 und 2007 zusammen betrachtet werden. In 2005 wurden 1,13 Millionen Türen gebaut. Für 2006 wird ein Wachstum im Korridor von 4 bis 5 Prozent erwartet, in 2007 von 1,3 bis 2,5 Prozent. Dieser Entwicklung folgen alle Rahmenmaterialien.
»Im Laufe des Jahres wird sich zeigen, ob es sich bei der derzeitigen Entwicklung um ein Zwischenhoch oder um eine mittelfristige Stärkung des Marktes handelt. Wenn die Energiepreise weiter steigen und die Bundesregierung an ihrem energetischen Gebäudesanierungsprogramm festhält, könnten insbesondere vom Renovierungsmarkt dauerhafte Wachstumsimpulse ausgehen«, so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. HJG
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