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Achten Sie auf den Akku

Technik
Achten Sie auf den Akku

Neuer „Kühlakku“ von Metabo: Kühlen vor und während des Ladens erhöht die Lebensdauer und senkt die Ladezeit
NiCd-, NiMH- und Li-Ion-Akkus unterscheiden sich erheblich. Jörg Zinser hat recherchiert, was hinter den Abkürzungen steckt und worauf Sie bei Akku-Geräten achten sollten.

Jörg Zinser

Die Lebensdauer von Akkus hängt stark davon ab, wie sie benutzt und behandelt werden. Ein wichtiger Qualitätsfaktor ist das Ladegerät. Manche Anbieter sparen hier, was potenziell den Umsatz nachgekaufter Akkus erhöht. Wichtig ist die Abschaltung am Ende des Lagevorgangs. Das Ladegerät muss den Ladestand während des Ladevorganges messen können. Die Wärmeentwicklung bei besonders schnellem Laden (Schnellladegeräte) muss durch konstruktive Maßnahmen zur Wärmeabfuhr ausgeglichen werden.
Die Kapazität eines Akkus wird in Ampere-Stunden (Ah) angegeben. Sie sagt aus, wie lange der Akku ohne Zwischenladung eine bestimmte Menge Strom liefern kann. Die Spannung in Volt (V) gibt an, wieviel Kraft der Akku besitzt.
NiCd- und NiMH-Akkus lassen sich bei richtiger Handhabung rund tausend mal aufladen, sie können aber auch durch Überladung oder Tiefentladung vorher unbrauchbar werden. Geräte sollten sich deshalb automatisch abschalten, bevor der Akku ganz leer ist.
Die Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) sind die billigsten und technisch ältesten Akkus. Zudem ist Cadmium hochgiftig. Der größte Nachteil der NiCd-Akkus ist der Memory- Effekt (Kapazitätsrückgang durch zu frühes Nachladen), der sich beseitigen lässt, wenn man den Akku mehrfach mit hohem Strom entlädt und dann wieder auflädt. Das gilt auch für den so genannten Lazy Accu Effect, wie der Kapazitätsrückgang durch zu schwachen Strom beim Nachladen bezeichnet wird.
Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) neuer Generation zeigen keinen Memory-Effekt, außerdem sind sie ungiftig und gelten bei der Entsorgung nicht als Sondermüll. Sie haben im Vergleich zu NiCd-Akkus eine bedeutend höhere Kapazität und benötigen ein eigenes Ladegerät, da sie ebenfalls nicht überladen werden dürfen. Die Selbstentladung bei Nichtgebrauch ist geringer und der Innenwiderstand höher als bei NiCd-Akkus. Deshalb sind neuere NiMH-Akkus für Blitzgeräten oder Akkuschrauber gut geeignet.
Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) sind die teuersten Akkus. Sie kennen keinen Memory-Effekt. Durch die hohe Energiedichte verlängert sich die Betriebs- und Standby-Zeit. Ihr Innenwiderstand ist noch höher als bei den beiden anderen Akku-Sorten, auch ihre Kapazität ist deutlich höher und ihr Gewicht geringer. Zudem ist die Selbstent- ladung stark reduziert.
Die Anzahl der Lade-zyklen ist bei Li-Ion-Akkus ähnlich wie bei den NiMH-Akkus. Sie arbeiten auch bei sehr niedrigen Tempe-raturen (ab –20 °C). Der Ladevorgang ist komplizierter als bei den anderen Akkus. Die Ladeelektronik ist im Akku untergebracht anstatt im Ladegerät.
Eigene Ladegeräte sind auch hier notwendig. Der Ladevorgang kann unterbrochen und wieder aufgenommen werden. Im Umgang mit Li-Ion-Akkus ist Vorsicht geboten: Sie sollten nicht in Kontakt mit Flüssigkeiten kommen.
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