Weiterbildung Handwerksmarketing 4.0

Online zum Kunden

Die Welt ist online – doch längst nicht alle Tischler und Schreiner sind darauf eingestellt. Für Marketingexperte Thomas Wallner ist strategisches Online- und Social-Media-Marketing für einen Handwerksbetrieb der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.

Für Thomas Wallner, Inhaber der gleichnamigen Full-Service-Agentur im niederbayrischen Kelheim ist die Homepage eines Unternehmens gleichsam die Tür zu neuen Kunden.

Die Tür finden. Onlinemarketing bedeut für ihn, dass der Kunde diese Tür, sprich die Website, zunächst mal finden muss. Nur ein Bruchteil der User gibt direkt die Adresse der Internetseite im Browser ein. 80 Prozent aller Sitzungen starten mittlerweile bei einer Suchmaschine – in Deutschland vorwiegend bei Google. Eine Homepage, die von Suchmaschinen nicht gefunden wird, existiert faktisch nicht. Es gibt drei wichtige Wege, mit denen lokale Unternehmen bei Google gefunden werden können:

  • die Schaltung von Google Ads (ehemals AdWords)
  • die Suchmaschinenoptimierung der Website
  • ein gut gepflegtes Google MyBusiness-Profil (eine Art kostenloser Branchenbucheintrag von Google)

Unter Google Ads versteht man bezahlte Suchergebnisse, welche als Anzeige markiert sind, ansonsten aber aussehen wie herkömmliche Suchergebnisse. Diese Anzeigen werden auf Basis der gesuchten Begriffe überhalb der regulären Google-Suchergebnisse dargestellt. Aufgrund der hohen Übereinstimmung mit der Suchintention des potenziellen Kunden haben diese Anzeigen eine sehr hohe Akzeptanz.

Ebenfalls wichtig ist die sogenannte »OnPage-Optimierung«, das heißt die Optimierung auf der eigenen Website. Hierzu muss man wissen, wonach potenzielle Kunden suchen. Grundsätzlich gibt es drei Suchkategorien, die interessant sind: Suche direkt nach dem Unternehmen (Tischlerei Mustermann in Hamburg), Suche nach einem Anbieter (Schreinerei in München) und Suche nach Produkten/Dienstleistungen (Einbauküche in Buxtehude). Für relevante Suchbegriffe aus diesen drei Kategorien sollten moderne Tischlerwebsites optimiert sein. Wie umfangreich die Optimierung ausfallen muss, hängt von der Größe des Onlinewettbewerbs in der Region ab.

Die Tür öffnen. Ist der potenzielle Kunde auf der Website, dann steht er sinnbildlich vor der Tür des Unternehmens. Nun muss er animiert werden, sie zu öffnen, d. h. sich auf der Website umzusehen und sich über Produkte und Angebote zu informieren. Hierzu rät Thomas Wallner: »Es ist enorm wichtig, die Inhalte der Seite benutzerfreundlich und leicht konsumierbar zu gestalten. Vor allem bildlastige Elemente wie Fotos, Grafiken und Videos sind gut geeignet, um auf das geänderte Informationsverhalten von Online-Usern einzugehen.

Hereingebeten werden. Den Besucher hereinbeten heißt: ihn zur Kontaktaufnahme bewegen. Die Telefonnummer muss deshalb eine zentrale Rolle im Design der Website einnehmen. Außerdem sollte eine einfache Anfrage per Kontaktformular möglich sein. Eine weitere gute Möglichkeit, den Benutzer zum Dialog zu bewegen, sind kostenlose Ratgeber oder Infomaterialien. Der Deal: Der Website-Benutzer hinterlässt seine Kontaktdaten, bekommt aber dafür hochwertige Informationen als Download-Link per E-Mail geschickt. Dabei gilt es, die Inhalte informativ und wenig werblich zu halten. Die Titel der Ratgeber könnten zum Beispiel »10 Tipps, wie Sie mehr aus Räumen mit Dachschrägen machen« oder »Massivholzmöbel richtig pflegen« lauten.

Social Media. Auch Social Media kann laut Wallner ein wichtiger Baustein im Schreinermarketing sein. Wichtig ist es dabei, die richtigen Inhalte für Facebook, Instagram und YouTube zu finden. Schreiner können z.B. mit Einrichtungstipps, Tipps zu ihren Kernthemen oder Praxisbeispielen Expertise zeigen. Wallner: »Der Internetnutzer von heute ist lesefaul. Erfahrungsgemäß erreichen Sie mit kurzen, interessanten Videos mehr potenzielle Kunden.«

Zusammengefasst ist für Thomas Wallner wichtig, dass Schreiner bei allen Onlinemarketingmaßnahmen stets den Kunden im Blick haben. Denn der Unterschied zu klassischen Werbeformen liegt vor allem darin, dass der Kunde entscheidet, welche Werbung er sehen will. Er geht bewusst auf die Suche nach Websites in Google. Er entscheidet, wem er auf Facebook, Instagram und anderen Plattformen folgt. »Nur, wer sich bewusst ist, was seine Kunden online suchen und erwarten, wird durch Onlinemarketing dauerhaft neue Aufträge generieren«, so Wallner. -HJG


Handwerksmarketing 4.0: Fortbildung der Sprungbrett-Akademie mit Thomas Wallner

Wer sich in Online- und Social-Media-Marketing fit machen will, dem sei die Fortbildung »Handwerksmarketing 4.0« der Sprungbrett-Akademie empfohlen. Ab Oktober 2019 geht es über einen Zeitraum von fünf Monaten an fünf Seminartagen um folgende Themen:

 Strategie und Positionierung

 Werbemaßnahmen erfolgreich planen

 Grundlagen des Onlinemarketings

 Social-Media- und Inbound-Marketing

 die eigene Website als Kundenmagnet

Die Teilnehmer erhalten direkt anwendbares Praxiswissen und direktes Feedback von Experten und Kollegen. Bestandteil der Fortbildung ist ein Online- kurs zur Erstellung einer eigenen, google-optimierten Website. Veranstaltet wird Handwerksmarketing 4.0 von der neuen Sprungbrett-Akademie, die Weiterbildungsseminare, Workshops und Veranstaltungen für Tischler/Schreiner anbietet. Sprungbrett ist eine Marke der Konradin-Mediengruppe, in der die Fachmagazine dds und BM erscheinen. Die beiden marktführenden Titel für die Möbel-, Innenausbau- und Bauelementebranche unterstützen die Akademie mit ihrem Know-how.

Anmeldung: www.sprungbrett-akademie.de