Zukunfts-Initiative modernes Tischlerhandwerk

Gesund bleiben im Handwerk

Im Rahmen der Zukunftsinitiative modernes Tischlerhandwerk ZIMT fand erstmal ein Lehrgang zum »Betrieblichen Gesundheits-Coach« statt. Dieter Roxlau war dabei.

Am Ende waren alle voll des Lobes: Viele Anregungen und Impulse für den betrieblichen Alltag, vielfältige Ideen und Vorschläge, wie die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen (und natürlich auch die eigene) gestärkt und verbessert werden kann. Die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Lehrgangs zum »Betrieblichen Gesundheits-Coach« im Tischlerhandwerk, der Anfang des Jahres in Reasfeld stattfand, bestätigten einhellig: Diese Schulung ist für unsere betriebliche Arbeit von großem Nutzen!

Was kann ich tun, um Schäden durch einseitige Belastungen, durch schweres Heben und Tragen zu vermeiden? Wie kann ich eine gesunde Ernährung auch im beruflichen Alltag umsetzen? Und schließlich: Wie kann ich der wachsenden Hektik und einer vorzeitigen psychischen Erschöpfung entgegenwirken? Im beschaulichen Umfeld von Wasserschloss Raesfeld absolvierten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus NRW-Tischlerbetrieben ihren ersten Schulungstag und machten damit den ersten Schritt zum »Betrieblichen Gesundheits-Coach«.

Gemeinsam mit dem Trainer und Sportlehrer Thorsten Wagner untersuchten die Teilnehmer die Ursachen für körperliche und psychische Überlastungen und entwickelten Strategien zur Gegensteuerung: Immerhin jede vierte Erkrankung von Tischlern betrifft das Muskel-Skelett-System! Eine gute Arbeitsorganisation, ergonomische Arbeitsplätze und gesundheitsbewusste Bewegung können daher Krankheiten verhindern und den Spaß an der Arbeit steigern. Thorsten Wagner beließ es nicht bei der Theorie: Die vielen kleinen praktischen Übungen fanden bei den angehenden Gesundheits-Coaches großen Anklang und boten zugleich Anregung für die betriebliche Umsetzung.

Macht sauer lustig?

»Macht sauer lustig?« – mit dieser Frage leitete Ernährungsberaterin Miriam Berlet ihr Plädoyer für eine Ernährung mit ausgeglichenem Säure-Basen-Haushalt ein. Was lösen Fertigprodukte, industriell verarbeitete Lebensmittel und die damit einhergehende Übersäuerung aus? Bei den meisten Zuhörern zumindest Überraschung und Nachdenklichkeit.

Aber wie kann ich im ganz normalen betrieblichen Alltag diese Übersäuerung und die damit verbundenen körperlichen Folgen vermeiden? Die Antworten darauf werden die Teilnehmer auch in den nächsten Wochen noch beschäftigen, denn mit dieser Einstiegsschulung ist noch nicht Schluss: Isabel Schneider und Carsten Heldt von der IKK classic, die diesen Lehrgang mit entwickelt hat, zeigten den weiteren Weg auf: Alle Teilnehmer erhalten in den nächsten Wochen regelmäßig Infos und Tipps sowie kurze E-Learning-Bausteine zu den Themen Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit. Im Herbst folgt dann erneut eine eintägige Vertiefung – und die Verleihung der Zertifikate zum Betrieblichen Gesundheits-Coach.


Dieter Roxlau ist im Auftrag des Fachverbandes Tischler NRW Koordinator und Ansprechpartner für ZIMT. Für dds berichtet er über den Fortgang des Projektes und informiert über die aktuellen Entwicklungen.


Steckbrief

ZIMT ist ein Kooperationsprojekt der Tischlerfachverbände aus NRW und Hamburg/Schleswig-Holstein, der IG Metall Bezirke Küste und Nordrhein-Westfalen sowie der Firma WMP Consult. Ziel der Initiative ist, den Qualifizierungsbedarf im Tischlerhandwerk zu ermitteln und passende Weiterbildungsmodule zu entwickeln.
www.tischler-zimt.de