Arbeit und Vergnügen

Der Nissan Navara macht Spaß – und ist ein richtiges Arbeitstier, das auch im Gelände punktet. Andreas Fritzsche stellt Europas erfolgreichsten Pick-up vor und dazu weitere Modelle im Vergleich.

Andreas Fritzsche

Wer oft zu Baustellen in unwegsamem Gelände oder über schlecht ausgebaute Straßen unterwegs sein muss, wird sich über die Geländetüchtigkeit des Nissan Navara freuen: Weder verschlammte Zufahrten noch verschneite Pässe stellen ihn vor größere Probleme. Ein Pick-up (englisch für »mitnehmen«) ist ein Personen- oder Geländewagen mit Pritsche. Je nach Modell können beim Navara bis zu fünf Personen mitfahren. Beim »King Cab« beträgt die minimale Breite zwischen den Radhäusern klassenbeste 1130 mm, die Ladefläche ist 1861 mm lang. Der »Double Cab« hat aufgrund der längeren Kabine eine 1511 mm lange Ladefläche. Für ihn ist ein Dachgepäckträger mit 100 kg Traglast als Zubehör erhältlich. Ab der Ausstattung SE ist ein System mit fünf Schienen und verschiebbaren Verzurrschlitten Serie.
Großes Familienerbe
Als kleiner Bruder des Nissan Pathfinder ist der Navara auch ein Geländewagen, genauer gesagt ein Sport Utility Vehicle, kurz SUV. Vererbt wurde das Design der Frontpartie und in der Vorderreihe die komfortablen Einzelsitze mit aktiven Kopfstützen. Der King Cab bietet zwei ausklappbare Sitze im Fond, die auf kürzeren Strecken auch für Erwachsene ausreichen. Sie lassen sich senkrecht nach oben klappen. Zur Steigerung der Variabilität ist auch die Sitzlehne des Beifahrersitzes klappbar.
Der 2,5-Liter-dCi ist bei der Modellpflege 2010 grundlegend modifiziert und die Palette um einen sehr laufruhigen V6-Turbodiesel erweitert worden. ESP gibt es serienmäßig, optional auch eine Rückfahrkamera. Die Verarbeitung des Innenraums wurde deutlich wertiger.
Kraft auf allen Rädern
Ab Werk liefert Nissan den 2,5 dCi mit einem Sechsgangschaltgetriebe aus. Während die unteren Gänge eng gestuft sind, wurde der sechste als Kraftstoff sparender Overdrive ausgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt satte 180 km/h. Der 195 km/h schnelle V6 bietet serienmäßig eine Siebengang-Automatik. Auf trockener, befestigter Straße ist der Navara mit Heckantrieb unterwegs. Der Frontantrieb lässt sich elektronisch zuschalten, was die Kraft jeweils zur Hälfte auf die Vorder- und Hinterachse verteilt. Für schweres Terrain hat der Navara eine Geländeuntersetzung.