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Präsident Konrad Steininger unterstreicht bei seinem Vortrag auf der Herbst-Mitgliederversammlung die aktive Rolle des Bundesverbands
TSD

Steininger spricht von Herbst der Entscheidungen

Von einem besonders intensiven Herbst mit zahlreichen Terminen und vielen Entscheidungen für das Tischler- und Schreinerhandwerk wusste TSD-Präsident Konrad Steininger anlässlich der Herbstmitgliederversammlung von Tischler Schreiner Deutschland (TSD) zu berichten.

Bereits im Sommer habe der Verband im Schulterschluss mit der neu gegründeten Allianz der Ausbaugewerke den Weg für eine Verbändevereinbarung geebnet, welche das Verhältnis der Ausbaugewerke zur Sozialkasse des Baugewerbes (Soka-Bau) neu definiere. Durch die Einigung auf einen einheitlichen Stichtag, zu dem die Fachlichkeit von Mitgliedsbetrieben unwiderlegbar und ohne weitere Prüfung erfüllt sei, werden alle Ausbaugewerke bei jeder künftigen Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen des Baugewerbes mit einer gemeinschaftlichen Zielsetzung agieren: »Das zentrale Thema bleibt dabei der verbesserte Schutz von Innungsbetrieben vor der Soka-Bau«, erklärte Steininger.

Bei der Analyse der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Branche habe der Bundesbetriebsvergleich aufgedeckt, dass trotz guter Konjunktur und hoher Auslastung in den Werkstätten die Betriebsergebnisse nicht in gleichem Maße gestiegen seien. Dies sei ursächlich auf Kostensteigerungen zurückzuführen, weshalb die Betriebe die eigenen Kennzahlen analysieren und mit den Branchenwerten vergleichen müssten.

Eine strikte Haltung vertrete TSD auch im Falle einer Aufweichung des reformierten Mängelgewährleistungsrechts. So habe der Gesetzgeber – entgegen der Empfehlung aus dem Handwerk – darauf verzichtet, die neuen Regeln zu den Aus- und Wiedereinbaukosten im Gewährleistungsfall AGB-fest zu gestalten und damit zugelassen, dass Lieferanten die Haftung in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausschließen könnten. TSD unterstütze seine Betriebe mit eigenen widerstreitenden AGB, so dass im Streitfall immer die gesetzliche Regelung eintrete.

»Gleichzeitig ruft die Innungsorganisation die Initiative ‘Fairer Handwerkspartner’ ins Leben, über die Betriebe in Erfahrung bringen können, welche Lieferanten auf ungerechte AGB verzichten«, erklärte Steininger.

Um die Unterstützung der Branche gehe es auch bei einer Zukunftspartnerschaft mit Tischler Schreiner Deutschland. So hätten, nach dem Lackhersteller Remmers, die Klebstoffexperten von Kleiberit und die Signal Iduna Versicherungsgruppe ihr Engagement für das Tischler- und Schreinerhandwerk stark ausgebaut. Die drei Unternehmen unterstützten die renommierten Berufswettbewerbe »Die Gute Form«, »Die Deutschen Meisterschaften« sowie das Tischler-Schreiner-Nationalteam in erheblichem Maße und planten weitere exklusive Maßnahmen zur Förderung der Branche.

Themen wie beispielsweise die Steigerung der Ausbildungsbereitschaft in der Berufsbildung, der weitere Ausbau der digitalen Kommunikation und die Modernisierung der verbändeübergreifenden Webseitenarchitektur in der Öffentlichkeitsarbeit oder die Herausgabe eines neuen Fachregelwerks zur »Fenstermontage im Bestand« in der Technik seien Projekte, die sich die Innungsorganisation neben den tagesaktuellen Dingen ebenfalls auf die Fahne geschrieben habe, weil »erkannt wurde, dass wir hier weiterkommen wollen«, so Steininger.