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Der Vorsitzende des GD Holz Philipp Zumsteg bei seiner Ansprache an die Teilnehmer des Holzhandelstages
Foto: GD Holz

280 Teilnehmer beim Holzhandelstag in Hamburg

Am 13. und 14. Juni fand der diesjährige Holzhandelstag des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel (GD Holz) in Hamburg statt – zum zweiten Mal gemeinsam mit den Kooperationen HolzLand und Holzring. Die Koppelung der Veranstaltung mit den Gesellschafter- und Mitgliederversammlungen und der Tagungsort sorgten für eine Rekordbeteiligung von über 280 Teilnehmern.

Ausschluss bei schwern Verstößen

Nach den Gesellschafterversammlungen von HolzLand und Holzring fand die Mitgliederversammlung des GD Holz statt. Dort wurde eine Satzungsreform beschlossen, die in erster Linie eine Anpassung an neue gesetzliche Regelungen beinhaltet, aber auch Fördermitglieder des Verbandes in Zukunft besserstellt und ihnen Zugriff auf das gesamte Dienstleistungsangebot des Verbands ermöglicht. Darüber hinaus wurde der Begriff Nachhaltigkeit in der neuen Satzung noch stärker hervorgehoben als in der Vorgängerversion. Ausdrücklich ist nun auch der Ausschluss aus dem Verband bei schweren Verstößen gegen die europäische Holzhandelsverordnung möglich; Ein Ausschluss war bereits nach der alten Satzung möglich. Jetzt ist diese Regelung klarer formuliert worden.

Anschließend referierte Prof. Dr. Hubert Speth von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mosbach über den Fachkräftemangel und das Studienangebot der DHBW bevor es zu einer Hafenrundfahrt mit den in Hamburg typischen Barkassen ging. Geankert wurde an der Eventlocation »View Eleven«, der stimmungsvollen Abendlocation direkt gegenüber dem Containerhafen.

Themen von VOC bis WPC

Die Fachveranstaltungen im Groß-, Einzel- und Außenhandel am Freitag zeigten eine sehr gute Beteiligung auf. Die Großhandelssitzung widmete sich dem Thema VOC. Der Referent Dr. Martin Ohlmeyer vom Thünen-Institut in Hamburg erklärte praxisnah, wie sich die Holzhändler auf die Materie einstellen sollten.

Im Fachbereich Holzeinzelhandel ging es um Digitalisierung. Referent Fritz Nützel von der Opus Marketing GmbH schlug dabei einen weiten Bogen, der sehr viele Bereiche im Holzeinzelhandel umfasste. Kernaussage war der Appell, die Herausforderungen der Digitalisierung nicht auszusitzen, sondern aktiv anzugehen.

Der Fachbereich Holzaußenhandel befasste sich in einer Podiumsdiskussion mit dem Produktbereich Terrassendielen und setzte sich mit den Vorteilen und dem Absatz von WPC und Dielen tropischer Herkunft auseinander. Das Segment sorgt seit Jahren für erheblichen Umsatz und Wachstum und ist daher für den Holzhandel weiterhin ein interessanter Produktbereich.

Am Freitagmittag sorgte dann der ehemalige American Football-Spieler Patrick Esume für den unterhaltsamen und informativen Schlusspunkt des 44. Holzhandelstages. Er zog Parallelen zwischen seiner Arbeit als Trainer und dem Naturwerkstoff Holz im Kontext der Nachhaltigkeit. Dabei ging er insbesondere auf Personalbindung und Motivation ein – ein Thema, das derzeit nicht nur den Holzhandel besonders bewegt.

Der nächste Holzhandelstag findet vom 25. bis 26. Juni 2020 in Stuttgart statt.