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Schnelligkeit bringt Vorteile

Fertigung und Lieferung von Innentüren innerhalb von 5 Tagen durch Jeld-Wen
Schnelligkeit bringt Vorteile

Innerhalb von fünf Werktagen fertigt und liefert Jeld-Wen über 50 Prozent seines Türen- und Zargensortiments. Wie wird man als Marktführer bei Innentüren zum Schnellboot der Branche? Elena Deeg und Hubert Neumann aus der dds-Redaktion blickten hinter die Kulissen.

Das Jahresende naht und viele Häuslebauer wollen vor Weihnachten noch einziehen. Bauträger und Anleger müssen vor Jahresende ihre Projekte abgeschlossen haben, damit sie für 2017 steuermindernd geltend gemacht werden können. Der Preis rückt dadurch in den Hintergrund, Lieferschnelligkeit und -zuverlässigkeit wird elementar. Bei branchentypischen Lieferzeiten von vier bis acht Wochen ist man schnell raus aus dem Geschäft. Das gilt für Schreiner und Tischler, aber auch für ihre Händler und deren Türenlieferanten. Gut für Jeld-Wen, Europas Marktführer für die Herstellung und den Vertrieb von Türen und Zargen. Denn mit seinem Schnelllieferprogramm 5plus liefert Jeld-Wen aktuell mehr als jede zweite Tür und Zarge innerhalb von fünf Werktagen an den Fachhandel. Über 85 Prozent des gesamten Türen- und Zargensortiments stehen nach maximal 15 Tagen auf dem Hof des Händlers.

Die Turbo-Philosophie

Wie gelingt das dem Marktführer? Normalerweise ist es nicht der Großtanker, der die Benchmark in Sachen flexibler Schnelligkeit setzt, sondern es sind die kleinen Schnellboote. Um dieses aktuelle Alleinstellungsmerkmal von Jeld-Wen zu verstehen, sind wir aus der dds-Redaktion ins bayerisch-schwäbische Oettingen an den Deutschlandsitz von Jeld-Wen gefahren. Adresse: August-Moralt-Straße. Moralt, aber auch andere frühere Türenmarken aus den 70er-Jahren, wie Wirus oder Svedex, sind heute in der Marke Jeld-Wen aufgegangen.

In Oettingen verlassen jedes Jahr über eine Million Wohnraum-, aber auch Funktions- und Spezialtüren die ehemaligen Moraltwerke. Sämtliche Zargen kommen dagegen aus dem Produktionsstandort im sächsischen Mittweida. Und beides zusammen landet bei 5plus nach fünf Werktagen beim Händler. Das lässt erkennen, um was es eigentlich geht: 5plus ist eigentlich ein perfektes Logistikkonzept kombiniert mit einer optimierten Schnellfertigung.

Schulungsleiter Karl Jungblut und Marketingchef Ralf Hoffmann führen durch die Fertigung. Auch wenn der Furnieranteil heute nur noch bei zwölf Prozent liegt kommen wir zuerst durch die Furnierabteilung – dominiert von Eichenfurnieren. Palettenweise stehen zugelieferte Furnierdecks in den Regalen – aber es gibt auch noch die echten Furnierarbeitsplätze zum Zuschneiden, Fügen und Verkleben. Auch Leuchttische zum Überprüfen der Qualität der Furniere und der Verspachtelungen der Astlöcher der am meisten nachgefragten Asteiche. Hier kann die Schreinerseele noch durchatmen. Außerhalb der Furnierabteilung wird fast nichts mehr »mit der Hand am Arm« gefertigt. Wie in vielen anderen effizienten Türenwerken ist nahezu alles automatisiert. Der Barcode am Werkstück gibt den Holzbearbeitungsmaschinen und -linien vor, wie welcher Arbeitsschritt auszuführen ist. Zwischendrin steht in einer Halle eine mächtige Sternpresse von Fama mit sechs Einzelpressen zu je zwei Etagen. Sie hat zwar gut 30 Jahre auf dem Buckel und wird im nächsten Jahr erneuert, noch verrichtet sie jedoch treu ihren Dienst und verbindet in Losgröße 1 die individuellen Mittellagen mit den Decklagen.

Die Tür fertig zum Einhängen

Eher am Ende des Rundgangs zeigt sich ein elementarer Baustein des Jeld-Wen Erfolgs. In Restebehältern sammeln sich Türenabschnitte, mal sind sie 3, mal 108, mal 9 mm breit. Ein Tischler bekommt oft keine standardisierte 198,5er- oder 211,0er-Tür geliefert, sondern die Tür genau in dem Maß, wie er sie beim Bauherren einhängen kann. Jeld-Wen fertigt im voraus nur Türen im DIN-Maß von 2110 mm Länge. Durch den Verzicht auf die 198,5er-Länge halbiert sich schon einmal der Bestand im Zwischenpuffer – in Oettingen nennen sie dieses Rückgrat der Logistikkette »Plattformlager«. Dort finden sich auch keine DIN L- oder DIN R-, sondern nur DIN 0-Türen. Das halbiert gleich noch einmal den Bestand und macht flexibel. Wird eine Bestellung aktiviert, wandern die Türen kommisionsbezogen aus dem Plattformlager zu den CNC-Bearbeitungszentren, Bänder, Schlösser oder Bodendichtungen werden eingefräst und montiert. Parallel erfolgen diese Schritte mit den dazu gehörenden Zargen am sächsischen Standort in Mittweida.


Zurück zu den Wurzeln: dds-Redakteur Hubert Neumann hat in seinen ersten Gesellenjahren hunderte Türen montiert – meist der Marken Moralt oder Wirus. Der Jeld-Wen-Standort Oettingen baut auf dem früheren Moralt-Werk auf.


Steckbrief

Jeld-Wen Deutschland ist Teil der Jeld-Wen-Gruppe, des weltweit größten Anbieters von Türen und Fenstern. Jeld-Wen Door Solutions ist die führende Unternehmensgruppe für die Herstellung und den Vertrieb von Türen in Europa und betreibt 29 Standorte mit mehr als 6 500 Mitarbeitern. www.jeld-wen.de

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