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Welt-Kultur-Örtchen

Werkstoffe
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Der Sanitärbereich einer touristischen Mega-Attraktion wie Schloss Neuschwanstein muss einiges aushalten: 6000 Besucher pro Tag. Die Bayerische Schlösserverwaltung setzt auf Varicor.

Jörg Zinßer, Tischlergeselle und Journalist

Alte Mauern sind uneben, feucht und befestigungstechnisch unberechenbar. Zudem können historische Räume oft nicht beheizt werden. Das waren nur zwei der Probleme bei der Erneuerung sanitärer Anlagen im Schloss Neuschwanstein, die von der Schreinerei Eibl (www.eibl-gmbh.de) aus dem bayerischen Aham ausgeführt wurde. Josef Eibl, erfahren in ähnlichen Projekten, berichtet, dass der Auftraggeber ausdrücklich Varicor als Werkstoff für die Waschtische wünschte. Alle halbe Stunde wird in Spitzenzeiten gereinigt. Die Waschbecken müssen stabil und widerstandsfähig gegen starke Desinfektionsmittel sein – das Reinigungspersonal geht handfest zur Sache. Über eine Million Besucher drängen sich das ganze Jahr über durch das Schloss. Kondenswasser bildet sich: Holzelemente müssen mit Luft vor der Wand aufgehängt werden, alle Furniere müssen wasserfest verleimt sein. Mauern können sich als brüchig erweisen: Befestigungen sind per Injektion zu verankern. Und der Brandschutz spielt in öffentlichen Einrichtungen immer eine Rolle. Auch Vandalismus kommt leider vor: Alle Einbauten müssen leicht zu ersetzen sein, und die Montage kann nur morgens früh erfolgen, vor dem großen Besucheransturm. Alles in allem bedeutet das für den Schreiner und seine Leute: wenig Romantik im Märchenschloss.
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