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Spa-Systeme für Tischler

Fliesen war gestern
Spa-Systeme für Tischler

Tischler und Schreiner können nicht nur die Möbel fürs Bad bauen, sondern auch die Wände oder den Fußboden gestalten. Spa-Systeme machen es möglich. Ein Überblick.

Für die Gestaltung von Bad- und Wellnessbereichen im Privat- und Objektgeschäft gibt es seit geraumer Zeit eine interessante Alternative zu keramischen Belägen: Wasserfeste, mit üblichen schreinerwerkzeugen zu bearbeitende Spa-Systeme aus Plattenwerkstoff, Kleber, Profilen und Zubehör.

In Privat- und Objektgeschäft

Mit ihren Spa-Systemen richten sich die Anbieter speziell an Innenausbauer, die sich diesen Markt erschließen möchten.

Der »Klassiker« unter diesen Systemen ist SpaStyling von Resopal. Basis ist hier eine HPL-beschichtete, 7,8 mm starke Platte aus Compositematerial. 1320 x 3050 mm großen SpaStyling-Boards können bei Neubau und Renovierungsobjekten direkt auf den Wanduntergrund geklebt werden. Für große Flächen werden die Platten mit Profilen miteinander verbunden. In der SpaStyling-Kollektion stehen 94 Dekore zur Verfügug. Dekorgleich gibt es zudem eine Duschtasse. Sie ist aus einem Stück, also fugenlos gefertigt, das integrierte Gefälle sorgt für einen schnellen Ablauf des Duschwassers. Darüber hinaus stehen Waschtischelemente und Fußbodenpaneele zur Verfügung, um ganzeheitliche Raumkonzepte zu bieten.

Neu auf dem Markt ist das Holzhandelsunternehmen Becher mit dem Produkt Fibo aus dem Geschäftsbereich InoArt. Seit 1952 wird dieses wasserdichte Wandsystem in Norwegen produziert und gilt dort vor allem in Küche und Bad als Alleskönner. Die Fibo-Paneele bestehen aus einer Multiplexplatte, die mit HPL beschichtet ist. Längsseitig sind die Paneele mit dem patentierten Klicksystem »Aqualock« ausgestattet, was eine schnelle und nahezu fugenlose Montage erlaubt. Eine Feuchtigkeitssperre oder andere Arten von wasserdichter Membran hinter den Paneelen sind nicht notwendig. Das Material kann einfach zugeschnitten und auf alle vorhandenen Untergründe geschraubt oder geklebt werden. Das Gesamtsystem verfügt über das passende Zubehör wie Profile, Kleber und Schrauben. Fibo steht in diversen Dekoren mit oder ohne Fugenoptik zur Verfügung, sodass sich insgesamt hunderte Designmöglichkeiten ergeben. Der Werkstoff findet häufig Anwendung in Hotels, Schulen, Studentenwohnheimen, Kindergärten, Fitnessstudios sowie Privatobjekten. Das Material ist PEFC-zertifiziert.

Aquaris von Homapal setzt auf einen geschlossenzelligen Polyurethanschaum als Träger, dessen Oberfläche mit HPL beschichtet ist. Das System wurde 2019 auf der Interzum in Köln erstmals vorgestellt. Die zur Verfügung stehenden Dekore reflektieren zeitgenössische Designtrends. Alle Dekore lassen sich miteinander kombinieren und fügen sich in den Farbverbund mit der Türenexpresskollektion oder auch der Antifingerprintoberfläche »Infiniti«.

Die 7,4 mm starken Elemente gibt es in zwei großformatigen Abmessungen: 3030 x 1280 mm und für eine Auswahl an Dekoren in 2330 x 1280 mm. Verarbeiten lassen sie sich mit den handelsüblichen Werkzeugen. Vor Ort wird das längsseitig mit Nut und Feder versehene Aquaris-Spa-System einfach auf fast jeden bestehenden Untergrund geklebt. Ein Set aus dekorgleichem Duschelement, aus Kleber und Profilen in Edelstahloptik komplettiert das System.

Lösung für Kreative

Mit den Systemen erweitern sich die Möglichkeiten des Tischlers, in der Badsanierung oder der Ausstattung von Wellnessbereichen mitzuspielen. Der Vorteil gegenüber keramischen Wandbelägen ist die um ein Vielfaches schnellere Verlegung und die Vielzahl vorhandener Dekore und Oberflächen. -HJG

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