Der Werkstofftuner

Herausforderungen ziehen Schreinermeister Josef Eibl magisch an. In München galt es, die Vision von Bauherr und Architekt nach einer Theke mit prägnanter Ausstrahlung zu realisieren. Eibls Möbel leuchtet heute als Aushängeschild bei Tag und bei Nacht in den Stadtraum.

Wenn ein neuer Investor einen in die Jahre gekommenen Bürogebäudekomplex erfolgreich vermarkten möchte, gilt es, gewisse Alleinstellungsmerkmale zu kreieren. Elementar ist dabei die Eingangssituation mit dem Foyer. Beim Projekt Kistlerhof in München galt das besonders. Investor J. P. Morgan beauftragte dazu das Büro Koch + Partner (www.kochundpartner.de), sie gehören zu den renommiertesten Münchner Architekten. Heute beeindruckt hinter der Glasfassade des Kistlerhofs bei Tag und Nacht eine Empfangstheke als Aushängeschild Kunden und Geschäftspartner.

Geschaffen hat das Kernstück des Foyers Josef Eibl und sein Team (www.eibl-gmbh.de) aus dem Werkstoff Varicor. Seit 1985 arbeitet Eibl mit dem Mineralwerkstoff und entdeckt noch immer neue Anwendungsvarianten. Rein kaufmännisch sollte man aus Sicht von Eibl so ein Projekt nicht angehen. Jedoch entwickelt man sich und seine Mitarbeiter weiter, wenn man neue Wege bei Konstruktion und Materialanwendung geht. Gelingt einem solch ein Leuchtturmprojekt mit großer Anerkennung, hat sich im Paket mit den Folgeaufträgen die Risikobereitschaft und der hohe Einsatz mehr als bezahlt gemacht.
Der Entwurf der Theke orientiert sich an einem stilisierten Barcode, nicht banal schwarz/weiß, sondern in drei Abstufungen. Vor dem Fräsen der »Lichtstreifen« lackierten die Schreiner rückseitig den Werkstoff und steuerten so die Kontraste. -HN

Josef Eibl

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»Herausforderungen sind für mich wie das Salz in der Suppe.«