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Suche nach neuen Idealen

Gestaltung
Suche nach neuen Idealen

Seit nunmehr sieben Jahren beruft die IMM Cologne jeweils im Herbst ein internationales Expertengremium ein, um die zentralen Themen für das Interior Design der kommenden Saison zu identifizieren. Die Ergebnisse werden in einem Trendbook zusammengefasst, ausgestattet mit aufwändig inszenierten Fotos und Materialcollagen. Einblicke in vier maßgebliche Wohntrends 2011.

Quelle: Köln Messe

Die Gestaltung des Wohnumfelds wird immer mehr zu einer Frage des Lebensentwurfs. Ein Stuhl ist nicht mehr nur ein Sitzmöbel, sondern ein Statement: mal ist er bloßer Nutzgegenstand, mal ein ökologischer Fußabdruck und dann wieder ein Stück Kunst. Seine Qualität ist nicht mehr nur eine Frage der Verarbeitung, sondern der Materialherkunft, der Formtradition, des innovativen Mehrwerts. Es geht um Lebensqualität, die nach der kaum überstandenen Krise der letzten zwei Jahre neu zu definieren ist. Dabei wird die Nachhaltigkeit des Produkts eine entscheidende Rolle spielen, waren sich die Trendboard-Mitglieder bei der Benennung der wichtigsten Trends im Interior Design einig.
In allen vier Interior Trends für die kommende Saison sind Nachhaltigkeit und Qualität die Fixpunkte, um die sich die unterschiedlichsten Designansätze drehen. Formal leben Designer wie Konsumenten dabei eine Lust am Neu-Zusammensetzen aus: Alte Formen werden mit neuen Funktionen versehen, Materialien gemischt, Techniken kombiniert, Kisten zu Möbeln umfunktioniert, Möbel umgebaut.
Glaubt man den Designern vom IMM-Trendboard, wird sich die Einrichtungswelt künftig etwas bescheidener geben – zumindest nach außen. Denn es sind zunehmend die inneren Werte, auf die es ankommt: Das gute Gefühl des verantwortlichen Konsums, Freiräume für die Anpassung der Möbel an individuelle Bedürfnisse, Zusammenführung diverser technischer Anwendungen in einem sinnlichen Produkt und Träume von Immaterialität sind die Zukunftskonzepte, mit denen Möbel- und Interior Designer den Menschen entgegenkommen. Sie eröffnen ihnen Visionen von einer positiven Zukunft, zeigen ihnen den Weg zu einem guten Gewissen und geben ihnen altvertraute, aber gründlich aufgemöbelte Utensilien an die Hand, um ihre Welt nach den Katastrophen der Vergangenheit neu zu ordnen.
Dabei wirken die Möbel formal teilweise streng, sorgen aber mit farblicher und materieller Leichtigkeit für wohnliche Optik. Formexperimente stehen nicht mehr im Vordergrund. Protagonisten der Designevent-Szene sammeln sich neu und versuchen, ihre neuen Perspektiven auf Natur, Formenwelt und Öko-Bewegung in einfache Bilder zu fassen.
Diese Trend-Skizze erhebt nicht den Anspruch, repräsentativ für die gesamte Bandbreite der Einrichtungsbranche zu stehen – schließlich gibt es schon lange nicht mehr nur den einen dominanten Trend, sondern ganz unterschiedliche parallele Entwicklungen und entsprechend vielfältige Stilprägungen.

IMM Cologne – Trendbook 2011

Mit seiner Veröffentlichung im Herbst zieht das Trendbook eine Zwischenbilanz zu den Frühjahrspräsentationen und gewichtet Entwicklungen, die es bis auf die IMM Cologne als erste Einrichtungs- und Ordermesse des Jahres schaffen werden, nach ihrem Potenzial für das Interior Design der Zukunft. Das neue Trendbook ist gegen eine Schutzgebühr von 50,- Euro bei der Köln Messe erhältlich. www.imm-cologne.de
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