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Purismus und Pluralismus

Gestaltung
Purismus und Pluralismus

1997 gründeten die Architektin Sabine Mühlbauer und der Künstler Thomas Tritsch das Frankfurter Studio Morgen mit den Schwerpunkten Design, Möbelmanufaktur und Raumkonzeption. Man mag es asketisch.

Das Studio Morgen in Frankfurt am Main steht für eine asketische Handschrift. Sie prägt Möbel, Innen- einrichtungen und Raumkonzepte für öffentliche Bauten und privates Wohnen. Das Selbstverständnis: „Morgen ist eine Haltung zum Leben, zu Form und Inhalt, dazu, wie man Dinge angeht. Möbel von Morgen sind das, was sie selbst sein wollen.“ Ein unbescheidener Anspruch? Gewiss, diese Möbel sind „stark genug zum Repräsentieren und persönlich genug für das Private“. Das Diktat des Purismus ist allerdings vorbei. Man ist heute nicht mehr unbedingt der Ansicht, dass weniger generell mehr ist – es gibt Möbel, die „wollen“ anders aussehen: verspielt, verschwenderisch, lasziv …

Morgen ist anders. Der Stil ist flächig, die Räume wirken clean, fast virtuell. Ultimatives Material: filmbeschichtetes Birke-Multiplex. Wer es üppiger mag, nimmt sich ein Kissen.
„Möbel von Morgen sind das, was sie selbst sein wollen.“ Was heißt das? Nicht alle Möbel müssen so sein, aber diese sind es per Definition: puristisch und reduziert auf das Wesentliche. Nicht mehr und nicht weniger. Und es ist gut, seiner Handschrift treu zu bleiben, gut, überhaupt eine Handschrift zu zeigen, die nicht jede Saison neu erfunden wird. „Eine Haltung zum Leben, zu Form und Inhalt.“ Sicher nicht die einzig wahre, aber eine berechtigte unter vielen. Das ist Pluralismus. JN
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