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Buon appetito

Möbel
Buon appetito

Innerhalb der Mailander Möbelmesse im April 2012 fand auch die Küchenmesse Eurocucina statt. Christian Härtel war vor Ort und hat einige Appetithäppchen mitgebracht.

Manchmal war die Küche kaum als solche zu erkennen! Auf die Spitze treibt dieses Prinzip der Hersteller Caesarstone: Ein neun Meter breiter Monolith steht vor einer zwölf Meter breiten Front. Die Objekte geben nichts von ihrer Funktion preis. Ferngesteuert verschiebt sich die geteilte Abdeckung und gibt die Arbeitsfläche mit Kochfeld und Spülbecken frei. Die Armatur lässt sich herunterklappen. Alles Weitere verbirgt sich hinter den flächenbündigen Schiebetüren der Schrankmodule im Rastermaß von 138 cm! Eine horizontal ausfahrende Platte dient als Tisch. Alle sichtbaren Flächen sind aus Mineralwerkstoff hergestellt. Es stehen 150 verschiedene Farben und Texturen zur Wahl. Einen optischen Kontrast bilden die furnierten Flächen im Inneren der Schränke.

Auch wenn aus dem vermeintlichen Trend zur digital gesteuerten Küche nie ein echter Trend wird – die Spielfreude in Mailand ist ungetrübt. TM Italia setzt ein Steuerpult über die Kochplatten. Der Rollladen des Schrankes öffnet sich auf Befehl über ein Display und legt die Wasserstelle mit Spüle offen. Toncelli integriert die Kommunikationseinheit in die Glasabdeckung der Arbeitsfläche. Der Touchscreen mit Internetzugang erübrigt gedruckte Kochbücher und ist das Schaltpult zur Steuerung der Küche.
Mitten im Raum
Nicht jeder kann eine riesige Kochinsel in den Raum integrieren. Für Kunden mit weniger Platz hat Veneta eine frei stehende Küchenzeile auf das Nötigste reduziert und sie folgerichtig auf den Namen »Liquida« getauft. Karim Rashid hat für Aran ebenfalls Modelle kreiert, die sich wieder mehr an der räumlichen Lebenswirklichkeit vieler Konsumenten orientieren, wenn die Lösungen auch nicht immer praxistauglich erscheinen: Bei »Karan« wird das Inselmodul mit Spüle optional zum Tisch: Die Armatur lässt sich absenken und für die Spüle gibt es eine prosaische Abdeckung.
Generell fiel beim Messerundgang die Vielfalt der Materialien und deren Kombinationen auf: Mineralwerkstoff, sägeraues Holz, hochglänzender Lack, Bruchstein und Kupferblech, Glas und Kunststoff – die Italiener kombinieren munter, was die Gestaltungsoptionen ins Unendliche treibt.
Tendenz zum Crossover
Häufig zu sehen waren Küchenmöbel, die sich kaum von Wohnraummöbeln unterscheiden. Dazu wird ein Teil der Küche hinter grossformatigen Türen versteckt, die optisch auch Fronten von Kleiderschränken sein könnten. Einige Küchenhersteller bieten die passende Wohnausstattung zur Küche an, was die Lebens- und Funktionsbereiche Küche und Wohnraum weiter verschwimmen lässt. Christian Härtel
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