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Mailänder Kontraste

Exklusiver Innenausbau in Mailand
Mailänder Kontraste

Das Sanierungskonzept für eine Mailänder Villa legte den Fokus auf eine raffinierte Kombination von klassischen und modernen Elementen. Die Vorstellungen der Eigentümer wurden geschickt mit Exklusivität, modernen Baulösungen und einer Prise frecher Ironie umgesetzt.

Der Zahn der Zeit hatte an dem alten Mailänder Wohnhaus aus den 70iger-Jahren genagt und deutliche Spuren hinterlassen. Der in die Jahre gekommene Bau ließ inzwischen an Wohnkomfort und Energieeffizienz stark zu wünschen übrig. Heute, nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, ist das Haus kaum wiederzuerkennen: Entstanden ist eine großzügige Villa mit einem spannenden Mix an Einrichtungsgegenständen, die keine Wünsche mehr offenlässt. Und auch in puncto Energieeffizienz erreicht das Haus nun die besten aktuellen Werte.

Kraftakt Generalsanierung

Die Bauherren träumten von einer Luxusvilla der Extraklasse und setzten bei der Planung auf eine großzügige Raumgestaltung für ihre vierköpfige Familie. Von vornherein war klar, dass bei der Sanierung nur wohngesunde Baustoffe zum Einsatz kommen sollten. Unter der Leitung des Bauingenieurs Andrea Lonati wurde zunächst das komplette Gebäude entkernt. Dabei wurde die bestehende Dachkonstruktion ausgetauscht, das Tragwerk und die Fundamente gestärkt und das Gebäude selbst erweitert.

Wohnen de luxe

Herzstück der Villa ist der großzügig gestaltete Wohnbereich mit offenem Sichtdachstuhl im Erdgeschoss, offen verbunden mit der Küche. Hier bieten große Panoramafenster eine ungestörte Aussicht auf den Garten. Der Wohnbereich unterteilt sich auf zwei Flächen, die durch eine Mauer voneinander getrennt sind. Beide Bereiche sind jeweils mit großen Sofas und Sesseln ausgestattet und beherbergen auch die Bibliothek des Bauherrn. Gestaltet wurde hier im klassischen Stil. Dabei entstand eine sehr einladende Atmosphäre – ideal für ein gemütliches Beisammensein. Angrenzend und über wenige Stufen erreichbar befindet sich das Arbeitszimmer der Eigentümerin. Zwei eindrucksvolle, deckenhohe Schiebetüren aus Rauchglas ermöglichen den Rückzug in diesen Raum.

Variierende Hingucker

An der großen Tafel im offenen Essbereich lässt es sich gemütlich mit Familie und Freunden speisen. Ein besonderer Hingucker ist die vom Neoklassizismus inspirierte Tapetenwand, die sich neben dem Tisch befindet. Mit witzigen Details sorgt sie für den nötigen Humor und Gelassenheit am Esstisch. Raffiniert: Fast unsichtbar verbergen sich in dieser Tapetenwand wandbündige Türen, hinter denen sich eine Garderobe, eine Nische und eine Speisekammer befinden. Die Küche selbst ist mit Hightech-Elektrogeräten ausgestattet, die fast schon an eine professionelle Küchennutzung der Räumlichkeit denken lassen.

Harmonie in Weiß und Beige

Beim Farbkonzept der Innenraumgestaltung setzte der Architekt auf Weiß im Kontrast zu natürlichen Beigetönen. So wurden sämtliche Böden im Haus inklusive der Bäder, der Küche und den Treppenstufen mit Eiche-Landhausdielen verlegt. Der Boden überzeugt mit einer natürlichen Eleganz und harmoniert mit den großen Sitzmöbeln, die ebenfalls in verschiedenen Beigetönen ausgewählt wurden. Als weitere Kontrastfarbe findet man vereinzelt Grautöne im Interieur, wie zum Beispiel an den Wänden der Bäder und im Elternschlafzimmer. Insgesamt handelt es sich um ein sehr stimmiges Farbkonzept, das den Räumen einerseits Helligkeit und Klarheit verleiht, mit dem Werkstoff Holzparkett aber gleichzeitig für Behaglichkeit und optische Wärme sorgt.

Die Bauherren wünschten sich wandbündige Türsysteme ohne jegliche Verkleidung und Zierleisten. Passend dazu wurden auch wandbündige Sockelleistenprofile angebracht. Umgesetzt wurde das wandbündige Konzept mit der Syntesis Collection von Eclisse bei den Schiebetüren als auch bei den Drehflügeltüren. Schlicht und ganz ohne Türstockverkleidung verschmelzen die Türen optisch mit den weißen Wänden. Die Ästhetik wurde durch speziell grundierte Zargen wie auch Türblätter erreicht, die dann einheitlich mit den Wänden vor Ort gestrichen ein harmonierendes Gesamtbild erzeugen. -HN


Steckbrief

Objekt: Einfamilienhaus mit Wohnfläche 950 m²

Planungsbüro: Andrea Lonati – www.ingegneriaarchitettura.it

Türsysteme: Syntesis Line Innenwand- und Sockelleistensysteme von Eclisse

www.eclisse.de

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