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Innenausbau einer edlen Ferienlodge vor der Alpenkulisse Neuseelands

Innenausbau einer edlen Ferienlodge vor der Alpenkulisse Neuseelands
Im siebten Urlaubshimmel

Architekt Tony Butel hat für die neuseeländische Hotelgruppe Lindis ein Traumdomizil inmitten unberührter Natur geschaffen. Besonderes Highlight ist neben einem atemberaubenden Blick auf das Bergpanorama, der von Holzoberflächen bestimmte Innenausbau.

Seine Schönheit ist spätestens seit Peter Jacksons Verfilmung der Herr der Ringe legendär: Neuseeland. Mittlerweile nicht mehr nur bekannt für seine Kiwis und Schafe, sondern eine Pilgerstätte für Reisende mit einer Vorliebe für eindrucksvolle und abwechslungsreiche Landschaften, für Abenteuer, Aktion und Wanderlust, für das Einfache und Unkomplizierte. Während die meisten den Inselstaat möglichst unprätentiös per Rucksack bereisen und sich von Hostel zu Hostel hangeln, bietet die Hotelgruppe Lindis ein Urlaubserlebnis der anderen Art! Natur pur und eine gesunde Portion Luxus für ein kleines Down-Under-Paradies – könnte der Wahlspruch der hochwertigen Ferienhäuser lauten; denn jede der Hotel-Lodges ist in malerischen Landschaften situiert, die zum Träumen, Schwärmen und Schwelgen einladen.

Der jüngste Neuzugang findet sich inmitten der Neuseeländischen Alpen in der Region Otago, auf einem schmalen Landstreifen – genannt »the Neck« – zwischen den zwei Bergseen Lake Hawea und Lake Wanaka. Bis zu 2000 Meter hohe Berge scheinen hier regelrecht ins kristallklare Wasser zu stürzen: Näher kann man der rauen Südinsel-Natur kaum kommen!

Architektur in unberührter Natur

Für den Bau der neusten Hotel-Lodge wurde Tony Butel betraut, der direkt am Ufer des Lake Hawea ein Gebäude zu realisieren suchte, das sich mühelos in die Landschaft einfügt und dabei dennoch eine eigenständige Formensprache zur Schau trägt.

Inspiriert vom Alpen-Panorama, entwarf der Neuseeländische Architekt einen Baukörper, dessen Fassade zum See hin die Silhouette des Bergpanoramas reflektiert, um sich dann Richtung Bergmassiv Isthmus Peak mit mehreren, aneinandergereihten Satteldächern fort zu setzten. Außen mit Kupfer verkleidet, bedient sich das nach seinem Standort »Mt Isthmus Lodge« genannte Gebäude dem Farbschema der archetypischen rostigen Farben der kargen Berge.

Die wie aufgefaltet wirkende Dachform spannt im Inneren ungeahnt eindrucksvolle Raumkubaturen auf, die von der außergewöhnlichen Decke über die Wände bis zu sämtlichen Festeinbauten in Landhaus Parkettdielen in Raucheiche Sauvage von Haro gekleidet sind. Die aufwendigen, durch die leicht schräge Verlegeweise, sehr dynamisch wirkenden Raumgefüge werden durch zusätzlich eingearbeitete Lichtbänder effektvoll inszeniert und geben der Logde einen expressiven Ausdruck, der mithilfe der Holzverkleidung trotzdem geerdet und natürlich wirkt.

Auf den Ausblick ausgerichtet

Mit großem Wohn-Essbereich samt offener Küche, Kinoraum, Spapool, Billiardraum, vier Suiten, Doppelgarage und Fünf-Sterne-Küchenservice ausgestattet, bietet die Lodge alles, was nötig sein könnte, um es sich auf gehobenem Niveau gutgehen zu lassen und geradezu feudal zu entspannen. Herzstück der Unterkunft ist der Gemeinschaftsbereich samt ausgefallenem, pyramidenförmigem Glaskamin, der auf den ersten Blick innerhalb der Lounge-Sitzgruppen kaum auffällt, weil die Naturkulisse mit See und Gebirgskette vor der Panorama-Fensterfront alle Aufmerksamkeit bindet. Die übrige Ausstattung nimmt sich in Farbe und Gestaltung ebenfalls zurück: Grautöne und wertige Materialien mit unterschiedlichen Haptiken und Glanzgraden detaillieren den Wohnbereich ebenso wie alle weiteren Räume des Hauses.

Polygonale Raumwunder

Dabei verfügen nicht nur die Gemeinschaftsbereiche, sondern auch jede der Suiten dank Panoramafenstern über eine atemberaubende Aussicht, die sich vom Bett oder auch von den offen gestalteten Badezimmern aus genießen lässt. Auffällig sind gerade in diesen Räumen vor allem die immer neu ausfallenden, polygonalen Raumkubaturen. Um der aufwendigen Deckenfaltung auch in diesen Bereichen genügen Wirkungsraum zu geben, wurden die angegliederten Bäder nur mit halbhohen Wänden vom Schlafbereich abgetrennt. Auf diese Weise werden alle Bäder des Hauses mit Tageslicht versorgt und erhalten wie nebenbei den Eindruck großzügiger Rückzugsbereiche. Der Innenausbau in den vier Schlafzimmern hebt sich außerdem farblich von der übrigen Ausstattung ab: Schwarze Marmorfliesen, geschliffener Terrazzo und schwarze Details kontrastieren hier die ausdrucksstarke Holzverkleidung und geben den Suiten eine intime Note.

Das Ergebnis ist ein Traum von einem Ferienhaus, das mit rund 1700 Quadratmetern Holzdielen ausgestattet jede Menge Behaglichkeit ausstrahlt. So lässt sich wahrlich sorglos Urlaub machen!


Autorin Henriette Sofia Steuer war bereits zwei Mal in Neuseeland und kann von dem Land nur schwärmen. Beim dritten Besuch würde sie zu einer Unterkunft wie dem Mt Isthmus (im Kontrast zu Camper und Co) nicht ‚nein‘ sagen!


Steckbrief

Planung: Architekt Tony Butel
www.groundupstudio.co.nz

Innenausbau mit Parkett
von HARO-Hamberger
www.haro.com

Gemietet werden kann die
Mt Isthmus Lodge über:
www.thelindisgroup.com


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