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Statement von TSD-Geschäftsführer MartinPaukner

Statement von TSD-Geschäftsführer Martin Paukner
„Wir brauchen ein intelligentes Konjunkturprogramm“

Martin Paukner, Geschäftsführer von Tischler Schreiner Deutschland. Foto: TSD

Im höchst herausfordernden Coronajahr 2020 zeigt sich das Tischler- und Schreinerhandwerk ausgesprochen krisenresistent.

Doch auch im Tischler- und Schreinerhandwerk gibt es beispielsweise mit dem Messe- und Ladenbau, aber auch den Hoteleinrichtern Bereiche, denen durch die anhaltenden Beschränkungen die wirtschaftliche Grundlage entzogen wurde. Gerade für diese Betriebe, so Martin Paukner, Geschäftsführer des Bundesverbandes Tischler Schreiner Deutschland (TSD) , seien die wirtschaftspolitischen Rettungsmaßnahmen wie Steuerstundung, Liquiditätssicherung, Überbrückungshilfen und die Sicherung von Ausbildungsplätzen essenziell, um durchzuhalten. Dass angesichts der anhaltenden Beschränkungen diese Hilfsangebote nochmals verlängert oder ausgebaut wurden, sei zu begrüßen.

Paukner: „Dennoch sind diese Maßnahmen für die Wirtschaft insgesamt kein Allheilmittel. Vielmehr muss die Politik in den kommenden Wochen noch genauer hinsehen und evaluieren: „Was hilft wem wirklich?“ Denn bereits jetzt ist der angehäufte Schuldenberg enorm und die Sozialkassen weitgehend leer. Neue Löcher durch weitere Beitragserhöhungen zu stopfen und am Ende das Versprechen zu brechen, die Sozialversicherungsbeiträge bei 40 Prozent zu stabilisieren, wäre weder sozial noch gerecht“

Der TSD-Geschäftsführer sieht die Gefahr, dass die Wirtschaft und die fiskalpolitische Leistungsfähigkeit überbelastet werden. Abhilfe würde aus Sicht des Verbandes ein intelligentes Konjunkturprogamm versprechen, das auf Entlastung und Effektivität setzt – auch als Alternative zu teuren Konsumanreizen. Dabei gehe es in erster Linie nicht um teure Konsumanreize, sondern um ein effektives Zusammenspiel der Maßnahmen.

Martin Paukner: „So gibt es mehrere Branchen, die aufgrund ihrer Reserven – im Tischler- und Schreinerhandwerk ist es die gute Auftragsreichweite vor allem im Privatkundensektor – bislang mit geringeren Konjunktureinbrüchen als erwartet durchgekommen sind. Doch auch diese Polster drohen zu schwinden, je länger die Pandemie andauert und je mehr Wirtschaftsbereiche unter Druck geraten. Umso wichtiger ist es, zukünftige konjunkturelle Maßnahmen daran zu messen, dass sie die Betriebe von überflüssigen und lähmenden Verwaltungsprozessen entlasten. Sowohl die Digitalisierung und Effektivitätssteigerung der öffentlichen Verwaltung als auch die allgemeine Bürokratieentlastung bilden zusammen mit der konjunkturellen Stimulanz nach Corona einen eng verwobenen Dreiklang.“

Paukner weiter: „Das beste Heilmittel gegen hohe Staatsverschuldung sind immer noch prosperierende und krisenresistente Unternehmen. Seit Jahren setzt sich die Handwerksorganisation mit aller Macht dafür ein, dieses enorme Brett zu bohren und insbesondere mit Blick auf das Wahljahr 2021 fordern wir von der Bundesregierung, endlich diese Potenziale zu nutzen.“

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