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WWF fordert ökologischen Waldfonds

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WWF fordert ökologischen Waldfonds

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Der WWF kritisiert die Corona-Hilfen für Waldbesitzer nach dem Gießkannenprinzip und fordert eine Förderung nach ökologischen Kriterien, um den Waldumbau zu beschleunigen. Foto: eyetronic/stock.adobe.com

Der WWF kritisiert die von Bundesregierung und Bundestag beschlossenen Millionenhilfe für Deutschlands Wälder. 700 Millionen Euro hat das Landwirtschaftsministerium von Julia Klöckner im Konjunkturpaket zur Corona-Krise vorgesehen, um die Forst- und Holzwirtschaft zu unterstützen. Der Großteil davon, nämlich 500 Millionen Euro, sollen nach aktuellem Stand ohne Bedarfsprüfung als Flächenprämie an private und kommunale Waldbesitzer ausgezahlt werden.

Der WWF fordert stattdessen, nur tatsächlich geschädigte Waldbesitzer zu unterstützen und die Auszahlung an eine ökologisch wertvolle Waldbewirtschaftung zu knüpfen. Wirkungsvoller als eine Flächenprämie sei ein Wald-Biodiversitäts-Fonds. Der sollte neben der Forschungsförderung Waldbesitzern unter die Arme greifen, die in die ökologische und ökonomische Stabilisierung ihres Waldes investieren.

Würden die Mittel wie derzeit beabsichtigt weitestgehend als Flächenprämie verteilt, drohe das Geld ohne langfristige Wirkung zu versickern. Stattdessen müsse die staatliche Unterstützung an eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und den Aufbau naturnaher Mischwälder geknüpft werden: »Es ist gut, dass die Bundesregierung die Waldbesitzer unterstützen möchte. Die Mittel nach dem Gießkannenprinzip über den Wald zu verteilen ist aber der falsche Weg. Ziel muss es sein, mit dem Geld die artenreichen und klimastabilen Wälder von morgen aufzubauen. Schaffen wir das nicht, waren die aktuellen und die Dürreschäden der letzten Jahre nur ein milder Vorgeschmack auf die Zukunft«, warnt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. »Naturnahe Laubmischwälder sind die besten Verbündeten im Kampf gegen den Klimakollaps im Wald. Sie erhöhen den Grundwasserspiegel, sorgen für ein kühleres Waldklima und beugen so Bränden vor. Der dringend notwendige Umbau weg von naturfernen, anfälligen Nadelforsten hin zu Laubmischwäldern geht jedoch viel zu langsam voran. Wenn wir statt einer politisch rein dekorativen Maßnahme wirklich etwas erreichen wollen, müssen wir diesen Umbau vorantreiben. Das ist unsere einzige Chance, den Wald als Lebensraum und lebenswichtigen Dienstleister zu erhalten und die Auswirkungen zukünftiger Dürren abzumildern«, sagt Christoph Heinrich.

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