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Bonus für Ausbildungsbetriebe

Während Corona:
Bonus für Ausbildungsbetriebe

Das Bundeskabinett hat die Einführung einer Ausbildungsprämie für in Not geratene Betriebe beschlossen:So sollen kleine und mittelständische Unternehmen, die in Zeiten der Corona-Pandemie ihr Ausbildungsengagement aufrechterhalten oder gar erhöhen, einen finanziellen Zuschuss erhalten. Geplant sind Zuschüsse in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag für Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die von der Krise stark betroffen sind, aber dennoch ihr Ausbildungsniveau halten. Für jede zusätzlich geschaffene Lehrstelle sowie die Übernahme von Lehrlingen pandemiebedingt insolventer Unternehmen, soll es zudem 3.000 Euro geben. Wann und wie genau die Ausbildungsprämie beantragt werden kann, ist noch offen.

Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz, begrüßt die Einführung einer Ausbildungsprämie und hofft nun auf eine rasche Konkretisierung der Förderrichtlinien und Umsetzung. Rottler: »Ausbildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf jetzt nicht zur Nebensache verkommen. Wir müssen vermeiden, dass es in diesem Jahr zu einem eklatanten Einbruch der Ausbildungsverhältnisse kommt. Eine Ausbildungsprämie ist daher dringend notwendig und ein wichtiges und richtiges Signal an alle Ausbildungswilligen in schwierigen Zeiten – unabhängig davon, wie stark sie betroffen sind oder nicht.«

Wichtig sei, dass die Ausbildungsprämie nun transparent ausformuliert und den Betrieben unbürokratisch zur Verfügung gestellt würde. »Viele Betriebe sind gerade noch zögerlich und haben lange auf ein Signal der Unterstützung bei der Ausbildung gewartet. Schließlich wissen sie nur zu gut, dass Ausbildung auch Zukunftssicherung bedeutet und gut ausgebildete Fachkräfte nicht leicht zu finden sind«, so Rottler.

Auch die jungen Menschen, die vor dem Schulabschluss stehen, bräuchten Sicherheit und Orientierung. Messen und Berufsinfotage, aber auch der Berufsorientierungsunterricht an Schulen seien weitgehend ausgefallen. »Mit der Ausbildungsprämie verbreiten wir auch dort mehr Zuversicht und schaffen konkrete Perspektiven für den Corona-Jahrgang«“ sagt Rottler.

Der Kammerpräsident appelliert an alle Verantwortlichen, die Ausbildungsprämie im Sinne einer allgemeinen Ausbildungsförderung zu konkretisieren. Schon jetzt habe es starke Einbrüche in der Zahl der Ausbildungsverhältnisse im Kammergebiet gegeben. »Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden bisher rund 16 Prozent weniger Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen. Uns läuft die Zeit davon«, warnt Rottler.

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