Startseite » Branche » News »

VDMA erwartet 2009 einen deutlichen Rückgang

News
VDMA erwartet 2009 einen deutlichen Rückgang

Die deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen erwarten für 2009 eine deutliche Abschwächung des Marktes. Die Prognose vom November von minus fünf Prozent für 2009 sei deutlich zu optimistisch, sagte Rolf Knoll, Vorsitzender des VDMA Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen, anlässlich der Ligna-Pressekonferenz am 5. Februar bei der Homag Holzbearbeitungssysteme AG in Schopfloch.

»Die Branche ist 2008 im fünften Jahr in Folge noch einmal gewachsen und hat ihren Umsatz voraussichtlich um zehn Prozent auf 3,4 Milliarden Euro steigern können« betonte Knoll. Zunehmend spürbar sei jedoch eine »Durststrecke wichtiger Abnehmerbranchen, die weltweit auf deutsche Technologie setzen«.
Das bisherige noch hohe Wachstumsvolumen ist zum Großteil auf gute Geschäfte bei den Ausrüstern der Säge- und Holzwerkstoffindustrie zurückzuführen. In anderen Segmenten der Holzbearbeitung sind die Auftragseingänge und Umsätze zum Teil bereits seit Frühjahr 2008 rückläufig. »Daher dürfen die im Rückblick positiven Zahlen nicht über den Ernst der Lage hinwegtäuschen«, erläuterte der Fachverbandsvorsitzende. Ein zweistelliges Minus beim Auftragseingang des Jahres 2008 belege dies.
Immer öfter berichten Mitgliedsunternehmen zudem von Finanzierungsschwierigkeiten bei Kunden, besonders in Osteuropa und Asien. Ein weiterer Grund für die erwartete Abschwächung ist die Unsicherheit bezüglich der Nachfrage der Konsumenten nach Produkten der holzverarbeitenden Industrie, die die Produzenten dazu veranlasst, geplante Investitionsvorhaben auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Die Auftragseingänge der deutschen Holzbearbeitungsmaschinenindustrie haben 2008 die Spitzenwerte des Vorjahreszeitraums nicht erreicht. Nach Jahren des Wachstums ist nun eine Trendwende erkennbar. Zunächst war die Schwäche in Nordamerika zu spüren, die das Ende des seit 2004 andauernden Investitionszyklus einläutete. Die ersten elf Monate 2008 schlossen mit einem Plus von 13 Prozent ab, die Exporte erreichten einen Wert von 2,2 Mrd. Euro. Im Vergleichszeitraum 2007 sind Waren für 1,9 Mrd. Euro ausgeführt worden. Positive Impulse kamen aus den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und der Türkei sowie aus den Nachbarländern Deutschlands. Verringert haben sich die Exporte in die wichtigen Länder Spanien, Polen, Großbritannien und die USA. „Die Zahlen für den Monat Dezember liegen noch nicht vor, jedoch erwarten wir eine merkliche Abkühlung der Exporte«, sagte Knoll.
Die EU-27 war mit einem Exportanteil von 46 Prozent die wichtigste Region. Die Exporte haben allerdings unterdurchschnittlich um drei Prozent zugelegt. Zweitwichtigste Region, mit einem Anteil von 24 Prozent, war das übrige Europa inklusive Russland und der Türkei. Dort sind die Exporte um 44 Prozent gesteigert worden. Die Exporte nach Nordamerika verringerten sich um 40 Prozent und hatten nur noch einen Anteil von 6 Prozent an den Gesamtexporten. Stark zugelegt haben die Regionen Südamerika (plus 228 Prozent) und Ozeanien (plus 39 Prozent), die jedoch vom Volumen her nicht zu den bedeutenden Märkten zählen.
Bei den Produkten haben besonders Pressen und Anlagen für die Holzwerkstoffindustrie zugelegt. Mit einem Plus von 50 Prozent tragen diese maßgeblich zu dem unerwartet starken Anstieg der Exporte bei. Jedoch verzeichneten einige wichtige Segmente wie Kreissägen, Bohr- und Stemmmaschinen sowie Hobel-, Fräs- und Kehlmaschinen bereits einen Rückgang bei den Ausfuhren.
Aktuelles Heft
Titelbild dds - das magazin für möbel und ausbau 7
Aktuelle Ausgabe
07/2021
EINZELHEFT
ABO
dds-Zulieferforum
Grafik des Monats

Zahl der Betriebe im Tischlerhandwerk

dds auf Facebook


dds auf YouTube

Im dds-Channel auf YouTube finden Sie:
– Videos zu Beiträgen aus dds
– Kollegen stellen sich vor
– Praxistipps-Videos
– Maschinen & Werkzeuge

Abonnieren Sie dds auf YouTube »