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VDM: Möbelindustrie kommt robust durch’s Krisenjahr 2020

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VDM: Möbelindustrie kommt robust durch’s Krisenjahr 2020

Die deutsche Möbelindustrie hat im vergangenen Jahr 17,2 Milliarden Euro umgesetzt – ein Rückgang von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. »Damit ist unsere Branche im Jahr 2020 vergleichsweise robust durch die Corona-Krise gekommen«, stellt Jan Kurth, Geschäftsführer der Möbelverbände (VDM/VHK), fest.

Im vergangenen Jahr erwies sich der heimische Markt für die Branche als deutlich stabiler als der Export, wie die Erhebungen des Statistischen Bundesamts zeigen. Während die Inlandsumsätze der deutschen Möbelhersteller lediglich um 1,6 Prozent sanken, gaben die Auslandsumsätze um 7,9 Prozent nach. Die branchenweite Exportquote belief sich auf 31,2 Prozent nach 32,7 Prozent im Vorjahr.

Küchen und Polstermöbel legen zu

Von den einzelnen Sparten entwickelte sich die Küchenmöbelindustrie mit einer Umsatzsteigerung von 4,5 Prozent am besten. Auch die Polstermöbelproduzenten konnten das Jahr 2020 mit einem Zuwachs abschließen (plus 1,9 Prozent). In den übrigen Sparten war die Nachfrage rückläufig. Die Hersteller von Büro- und Ladenmöbeln setzten 9,1 Prozent weniger um. Bei den sonstigen Möbeln, zu denen unter anderem auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gezählt werden, wurde ein Umsatzrückgang von 7 Prozent verbucht. Bei Matratzen gab es ein Minus von 3,5 Prozent.

2021: Aussichten unsicher

»Seit Jahresbeginn 2021 stellt sich die Lage allerdings deutlich schwieriger da. Der zweite, noch längere Lockdown trifft die Möbelhersteller in der eigentlich umsatzstärksten Zeit des Jahres. Schon seit neun Wochen sind die Möbelhäuser – und damit der Hauptabsatzkanal – infolge der Pandemie geschlossen«, erklärt Kurth. Zwar geht Kurth davon aus, dass das Interesse der Verbraucher an den Themen Wohnen und Einrichten auch künftig hoch bleiben wird. »Es fehlt aber weiterhin eine Öffnungsperspektive für den Möbelhandel«, beklagt er. »Dabei haben wir der Politik eine Reihe von Vorschlägen für eine abgesicherte Öffnung unterbreitet.« Der Blick auf die kommenden Monate sei von starker Unsicherheit geprägt, die derzeitige Auftragslage sei schwach und die Lieferketten drohten zu reißen. Über den weiteren Geschäftsverlauf entscheide der Zeitpunkt der Wiederöffnung des Einzelhandels.

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