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Südbaden: Viele Aufträge und wenig Nachwuchs

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Südbaden: Viele Aufträge und wenig Nachwuchs

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Präsident Martin Ranz forderte auf der Mitgliederversammlung bessere Rahmenbedingungen für Investitionen im Wohnungsbau

Die Geschäftslage im südbadischen Schreinerhandwerk stellt sich im Sommer 2017 insgesamt positiv dar, gleichzeitig verschärft sich der Mangel an Fachkräften. Dies ergab eine Erhebung des Verbandes Schreiner Baden unter seinen Mitgliedsbetrieben im Juni.

»Die Schreinerbetriebe bezeichnen ihre Auftragslage in den Sparten Wohnungsbau, Modernisierung/Sanierung, vorgefertigte Montage und Möbelbau ganz überwiegend als befriedigend bis gut«, erklärte Verbandspräsident Martin Ranz anlässlich der Mitgliederversammlung Anfang Juli in Freiburg. Am günstigsten sei die Situation derzeit im Wohnungsbau sowie im Bereich Modernisierung/Sanierung. Die Wettbewerbssituation werde als normal bis hart bewertet.

Die Einschätzungen der Unternehmen hinsichtlich der Beschäftigtenentwicklung spiegeln die gute Gesamtsituation. 27 Prozent der Firmen wollen zusätzliche gewerbliche Beschäftigte einstellen. Besorgniserregend ist, dass 47 Prozent der Firmen über Fachkräftemangel klagen. Vor dem Hintergrund des hohen Bedarfs an qualifizierten Facharbeitern und des zu erwartenden Rückgangs der Schulabgängerzahlen setzen die Schreinerverbände derzeit bundesweit eine groß angelegte Nachwuchskampagne (www.born2bschreiner.de) um.

Ein wichtiges Anliegen des südbadischen Schreinerhandwerks ist auch die Beseitigung von Hemmnissen bei der grenzüberschreitenden Tätigkeit der Mitgliedsbetriebe in Frankreich und in der Schweiz. In Frankreich behindert die Pflichtversicherung »garantie décennale«, die Benennung eines Vertreters sowie der vorgeschriebene kostenpflichtige Erwerb einer »carte d’identification BTP« (Bauhandwerkerkarte) deutsche Bauunternehmen. Darüber hinaus müssen umfangreiche Unterlagen und Nachweise in französischer Sprache mitgeführt werden. Schreiner Baden kämpft auf politischer Ebene gegen diese zum Teil protektionistischen Maßnahmen.

In der Schweiz bereiten nach wie vor die Kautionspflichten sowie die seit Mitte 2016 verschärfte Acht-Tage-Voranmeldefrist Probleme.

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