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Strukturwandel im Ladenbau

Handel in Corona-Zeiten
Strukturwandel im Ladenbau

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Wo geht die Entwicklung im Ladenbau hin? Das EHI hat Entscheider aus dem Handel dazu befragt Symbolbild: Konture.studio, Felix Steinhaus
Der stationäre Einzelhandel steht nicht erst seit Corona vor tiefgreifenden Veränderungen. Das EHI hat sich mit den Auswirkungen auf die Ladenbaubranche beschäftigt.

Das EHI Retail Institute in Köln hat im zweiten Halbjahr 2020 Entscheider aus dem Handel zum Strukturwandel im Ladenbau befragt. Die Ergebnisse wurden im Whitepaper »Handel mit Abstand« zusammengefasst. Daraus geht hervor, dass Betriebe, die insbesondere für Lebensmittel- und Drogeriemärkte tätig sind, auch weiter gut im Markt bestehen werden. Für viele andere wird es schwierig. Denn schon in den letzten Jahren ist der Wettbewerb intensiver geworden. Die Corona-Pandemie verschärft diesen Strukturwandel weiter. Die Mehrheit der befragten Nonfood-Unternehmen haben Anzahl und Volumen von Ladenbauprojekten deutlich heruntergefahren oder auf 2021 verschoben.

»In dem bislang stark fragmentierten Ladenbaumarkt wird zwangsläufig eine Konsolidierung in Form von Übernahmen und Zusammenschlüssen stattfinden«, sagt Claudia Horbert, Ladenbau-Expertin des EHI. »Nur wenige Dienstleister werden sich als Nischenanbieter – z.B. für hochwertige Innenausbauten für eine kaufkräftige Zielgruppe und damit einen der derzeit wachstumsträchtigsten Bereiche – neu positionieren können. Bei einigen Unternehmen werden die Aufwendungen nach dem jetzigen Planungsstand lediglich bei 50 bis 70 Prozent des ursprünglichen Investitionsvolumens liegen. Dennoch rechnen über 53 Prozent der Ladenbauverantwortlichen, besonders bei Unternehmen des täglichen Bedarfs, mit gleichbleibenden Investitionen und 10 Prozent prognostizieren sogar eine Steigerung.«

In den Ladenplanungsabteilungen des Handels hat die Corona-Pandemie zu einem Digitalisierungsschub geführt, der sich auf die gesamte Prozesskette auswirkt – mit virtuellen Projektmeetings und digitalen Projektpräsentationen unter Einbindung auch externer Partner wie Architekten oder Lieferanten.

Waren viele Schutz- und Hygienekonzepte zunächst nicht auf Dauer ausgelegt, so geht man jetzt davon aus, dass die Schutzmaßnahmen den Handel mindestens noch bis Ende 2021 begleiten werden. Daher setzen alle Handelsunternehmen nach den anfänglichen Provisorien auf optisch ansprechendere Lösungen, die Teil des gestalterischen Gesamtkonzepts sein sollten.

Die Corona-Pandemie hat der Akzeptanz von SB-Kassen wie auch bargeldlosen bzw. mobilen Zahlungsvarianten einen deutlichen Schub verliehen. Dennoch sieht die Mehrheit der befragten Händlerinnen und Händler die Kassenzone weiterhin als einen zentralen Punkt in der Interaktion mit der Kundschaft, auf den sie nicht verzichten möchte. Dennoch beobachtet eine knappe Mehrheit eine häufigere Nutzung von Self-Checkout-Kassen. -HJG


Hintergrund

Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner. Das Whitepaper »Handel mit Abstand« steht auf der Website des EHI kostenlos zum Download zur Verfügung.

www.ehi-shop.de/de/studien/whitepaper/whitepaper-handel-mit-abstand

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