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Roto-Gruppe hofft 2017 auf Umsatzplus

Mit einer neuen Prozessorganisation und der Bereitschaft und Fähigkeit zu Zukunftsinvestitionen will die Roto-Gruppe 2017 wieder wachsen Roto
Die Roto-Gruppe, Leinfelden-Echterdingen, bleibt auch 2016 auf Kurs. Der Bauzulieferer prognostiziert für das laufende Jahr einen Gesamtumsatz von rund 620 Mio. Euro, der sich damit knapp auf Vorjahresniveau bewegt. Für 2017 erwartet man unter dem Strich erstmals seit Jahren keine weiteren Marktbelastungen, sondern stattdessen »over all« eine Stabilisierung. Die eigene Entwicklung soll dann mit einem Umsatzplus zwischen 4 und 5 Prozent spürbar besser verlaufen. Mit diesen Kernaussagen charakterisierte der Vorstand während des 11. Internationalen Fachpressetages Status und Perspektiven.

In seiner Analyse der internationalen Bauwirtschaft machte Dr. Eckhard Keill mehr Schatten als Licht aus. Die Negativliste führt nach Angaben von Germany Trade & Invest (GTAI) Russland an, betonte der Roto-Chef. Die schwere allgemeine Wirtschaftskrise ziehe auch den Bau mit sich. Er leide auch unter dem starken Rückgang der staatlichen Bauausgaben, der 2015 und 2016 jeweils 30 Prozent betrage. In China sei per saldo im gesamten Baugewerbe ein Stagnationskurs zu konstatieren. Zur Schwäche neige vor allem der Wohnungsbau, auf den etwa zwei Drittel des gesamten Hochbauvolumens entfielen.
Die wohl besten Marktinformationen kommen nach Auffassung von Keill derzeit aus den USA. Hier setze die Bauwirtschaft 2016 ihren steilen Aufschwung fort. Speziell der Modernisierungs- und Reparatursektor expandiere stark, während das Wachstum im Neubau geringer ausfalle. Auch für die Folgejahre rechtfertigten etwa die Bevölkerungszunahme und die Alterung des Hausbestandes positive Prognosen.
Renovierungssektor stagniertIn Europa überwiege ein moderater Aufwärtstrend. So rechne das Forschungsnetzwerk Euroconstruct für seine 19 Mitgliedsländer mit einem durchschnittlichen Wohnungsbau-Plus von 3 Prozent (2016) und 2,5 Prozent (2017). Im laufenden Jahr werde das Wachstum primär vom Neubau gespeist.
Für Deutschland stellte Keill zunächst klar: »Bau ist nicht nur Neubau.« Der für rund 70 Prozent des gesamten Marktes verantwortliche Renovierungssektor stagniere lediglich oder sei zum Teil sogar rückläufig. Außerdem warnte Keill davor, die stark steigenden Genehmigungszahlen als Garantie für eine entsprechende Entwicklung der Fertigstellungen anzusehen. Die Zielmarke der Politik von 350.000 bis 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr stufte er daher als »gegenwärtig unrealistisch« ein.

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