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Positives Resümee nach Bayerischem Fenstertag

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Positives Resümee nach Bayerischem Fenstertag

Bayerischer Fenstertag: 140 Teilnehmer nutzten die Chance, sich über aktuelle Fragen im Fensterbau zu informieren FSH Bayern
Zum diesjährigen Fenstertag begrüßte der Vorsitzende der Fachgemeinschaft Fenster und Fassade, Peter Arlt, im März rund 140 Teilnehmer in Feuchtwangen zu einem umfassenden Vortragsprogramm. Zum Auftakt berichtete Ralf Spiekers vom Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland über die aktuellen Entwicklungen bei Normen, Regeln und Verordnungen zum Fensterbau. Schwerpunktmäßig erläuterte er das jetzt veröffentlichte Tabellenwerk »Fenster richtig befestigen«. Dieses unterstützt den Fensterbauer bei den immer anspruchsvolleren Randbedingungen der Fensterbefestigung hinsichtlich Mauerwerk und Gewicht der Elemente.

Im Anschluss referierte Alexander Dupp, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, über die Anforderungen der Einbruchhemmung RC2 und RC3. Er stellte dabei mögliche Fallstricke dar, die den Unternehmer bei Nichteinhaltung der normativen Vorgaben vor große Probleme stellen können. Insbesondere die Herstellung und die dazugehörige Prüfung von RC3-Fenstern stellt erheblich gestiegenen Anforderungen an den Schreiner, die er vor einer Auftragsübernahme berücksichtigen sollte. Mit Fallbeispielen aus seinem Berufsalltag rundete er seinen aufschlussreichen Vortrag ab.
Profitipps für die Aufmaßerstellung
Dipl.-Ing. (FH) Dietmar Siebert informierte über den Stand des Fensteraufmaßes. In Verknüpfung mit der Praxis vermittelte er Know-how, das für ein richtiges, fachgerechtes und rationelles Aufmaß notwendig ist. Dabei unterstrich er die Bedeutung eines systematischen und nachvollziehbaren Vorgehens. Dieses sei Grundlage der fortschreitenden Digitalisierung der Branche.
Störungen im Bauablauf sind heutzutage nicht die Ausnahme sondern die Regel. Rechtsanwalt Axel Salzmann beleuchtete aus rechtlicher Sicht die Situation, wenn es zu Behinderungen im Bauablauf kommt, die der Kunde oder andere Gewerke zu vertreten haben. Der Referent gab insbesondere Hinweise, wie sich der Unternehmer verhalten muss, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen. Das Publikum beteiligte sich mit Zwischenfragen rege am Vortrag.
Verzug von dunklen Kunststoff-Fenstern
Für den Verzug von dunklen Kunststoff-Fenstern ist nicht immer nur der Monteur verantwortlich. Als vereidigter, öffentlich bestellter Sachverständiger für den Bereich Fenster befasst sich Karl Standecker zum Abschluss der Veranstaltung mit diesem weitverbreiteten Problem. Er erläuterte sehr praxisnah die Ursachen für die vorgefundenen Schäden und zeigte auf, welche Maßnahmen möglich sind, um dem Problem entgegenzuwirken. Ein besonderes Anliegen war ihm, dass der Schreiner verstärkt auf die sachgerechte Ausführung der vorleistenden Gewerke bestehen muss. Nur auf diese Weise ist eine rationelle und fachgerechte Fenstermontage durchführbar.
Fortbildung für Sachverständige
Erstmals war der bayerische Fenstertag 2017 ein anerkanntes Fortbildungsseminar für Sachverständige. Diese nutzten das Angebot unter reger Teilnahme.
Am Ende der Tagung konnte Peter Arlt ein sehr positives Resümee ziehen, sowohl hinsichtlich der Teilnehmerzahl, als auch in Hinblick auf die Qualität der fachlichen Beiträge. Er bedankte sich bei den Referenten und den zahlreich erschienenen Teilnehmern und lud bereits zum nächsten Bayerischen Fenstertag 2018 ein.
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