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Nolte-Möbel leitet Insolvenz in Eigenverwaltung ein

Das ostwestfälische Traditionsunternehmen Nolte-Möbel hat am 10. Mai 2016 beim Amtsgericht Paderborn Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Eigenverwaltungsverfahren habe das Ziel die bestehende Chance auf eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens zu nutzen, teilte der Hersteller von Schlafraummöbeln mit.

Die Unternehmensspitze bleibt zunächst im Amt und ist voll handlungsfähig. Es gibt keinen Insolvenzverwalter, sondern einen Sachwalter, der das Verfahren begleitet und überwacht. Bei Nolte-Möbel ist dies der Rechtsanwalt Stefan Meyer aus Paderborn.
Der Möbelhersteller will im Zuge des Eigenverwaltungsverfahren den bereits eingeschlagenen Restrukturierungskurs fortsetzen. »Wir werden die kommenden Wochen nutzen, um auf Basis der bereits durchgeführten Maßnahmen den Sanierungsplan zu konkretisieren«, erläutert Geschäftsführer Werner Farke. Die Fokussierung auf System- und Komfortmöbel für Schlafräume werde dabei ein wichtiges Element sein, so Farke weiter.
Zusätzlich wird Rechtsanwalt Andreas Elsäßer von Schultze & Braun als Chief Restructuring Officer die Geschäftsleitung unterstützen. Der erfahrene Sanierungsfachmann soll Nolte durch das gesamte Verfahren begleiten.
Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien die Branchenveränderungen, unter denen die gesamte deutsche Möbelindustrie leidet. Vor allem der Preisdruck durch osteuropäische Wettbewerber und auch der Trend zu Boxspringbetten hätten das Unternehmen in Schieflage gebracht.
Die 210 Mitarbeiter von Nolte-Möbel wurden zeitnah über das Verfahren informiert.

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