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Konjunktur in NRW weiter auf hohem Niveau

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Der aktuelle Geschäftsklimaindex für das Tischlerhandwerk in NRW bewegt sich konstant auf einem hohen Niveau Foto: Tischler NRW

Der Konjunkturmotor im Tischlerhandwerk läuft weiter auf Hochtouren, das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Umfrage des Fachverbandes Tischler NRW. Darin beurteilen sechs von zehn Tischlerbetrieben (62 Prozent) die derzeitige Geschäftslage als gut, weitere 32,8 Prozent als befriedigend. Nur jeder zwanzigste Inhaber ist unzufrieden. Die insgesamt sehr positive Beurteilung der allgemeinen Stimmungslage im Tischlerhandwerk kommt auch beim Geschäftsklimaindex der Branche zum Ausdruck. Dieser liegt mit 133,9 Punkten wieder auf dem Top-Niveau des Vorjahrs (134,7).

Volle Auftragsbücher

Hauptverantwortlich für die ausgezeichnete Stimmung ist die weiterhin gute Auftragslage. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56,4 Prozent) haben das hohe Niveau seit Herbst 2018 halten können, weitere 24,2 Prozent dieses sogar noch gesteigert. Das führt zu einer mehr als komfortablen Auftragsreichweite von durchschnittlich 7,8 Wochen. Zwar tragen dazu vor allem die großen Tischlereien mit mehr als 20 Beschäftigten bei (10,5 Wochen). Aber selbst die Klein- und Kleinstbetriebe kommen im Durchschnitt fast an die Marke von sieben Wochen heran.

Personalaufschwung erschöpft

Nach längerer Ruhephase haben die gute Auftragslage und gestiegene Umsätze in 2018 wieder spürbare Beschäftigungseffekte hinterlassen. Mit rund 1,5 Prozent fiel der Zuwachs so hoch aus wie seit 2007 nicht mehr. Zum Ende des letzten Jahres beschäftigte die NRW-Tischler rund 49.700 Mitarbeiter. Allerdings hat sich damit der Personalaufschwung anscheinend zunächst einmal erschöpft. Drei Viertel aller Betriebe (74,9 Prozent) geben an, in den letzten Monaten keine weiteren Anpassungen vorgenommen zu haben.

Die vollen Auftragsbücher, aber auch die unverändert steigenden Kosten beim Einkauf (nach Angabe von 75,0 Prozent der Betriebsinhaber) haben viele Unternehmen im letzten halben Jahr zu Preissteigerungen veranlasst. Und die Preisspirale wird sich weiterdrehen: Sowohl bei den Einkaufs- als auch bei den Verkaufspreisen gehen die Betriebsinhaber von weiteren Anpassungen nach oben aus. Sie vertrauen dabei auf eine Fortsetzung des Konjunkturhochs.

Das nordrhein-westfälische Tischlerhandwerk hatte im Jahr 2018 den Rekordumsatz des vorangegangenen Jahres nochmals übertroffen. Nach den vorläufigen Berechnungen des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) erzielten die rund 7.200 in die Handwerksrolle eingeschriebenen Unternehmen ein Umsatzplus von rund 3,3 Prozent. In absoluten Zahlen entspricht das einer Steigerung des Absatzes ihrer Produkte und Dienstleistungen gegenüber 2017 um über 200 Millionen auf rund 6,68 Milliarden Euro.

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