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Homag trauert um Gerhard Schuler

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Homag trauert um Gerhard Schuler

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Gerhard Schuler, Mitgründer des Maschinenbauers Homag, ist im Alter von 92 Jahren verstorben Foto: Homag Group AG

Der Mitgründer der Homag Group, Gerhard Schuler, ist am 23. Februar im Kreise seiner Familie gestorben. Schuler gründete gemeinsam mit Eugen Hornberger 1960 die Hornberger Maschinenbaugesellschaft, den Vorläufer der heutigen Homag Group. Seit Gründung der Gesellschaft prägte Schuler als Geschäftsführer und Vorstand das Unternehmen bis ins Jahr 2015, zuletzt als Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats. Viele Innovationen der ersten Jahre gingen auf die beiden Gründer zurück.

Die gesamte Wertschöpfungskette im Blick

Besonders verdient gemacht hat sich Schuler um den internationalen Ausbau von Homag. Sehr bald forcierte er mit strategischer Weitsicht frühzeitig eine umfassend vereinheitlichte Produktpalette, weltweite Vertriebs- und Servicenetze und den konsequenten Ausbau des Dienstleistungsbereiches. Unter seiner Leitung wurden ausländische Produktionsstätten aufgebaut und zahlreiche Unternehmen in die Gruppe integriert – immer mit dem Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette der Kunden abzudecken.

Begonnen hatte die berufliche Laufbahn Schulers mit einer Schreinerlehre. 1952 legte er in Heilbronn die Meisterprüfung mit Auszeichnung ab. Er absolvierte danach in Rosenheim ein Studium zum Holzingenieur. Nach der Berufsausbildung war Schuler Betriebsleiter einer Schwarzwälder Möbelfabrik. Mit 29 Jahren machte er sich als Unternehmensberater in der Holzbranche selbstständig. Schuler Consulting ist bis heute weltweit ein gefragter Partner der Branche.

Besonderes Engagement für die Mitarbeiter

In all den Jahren seines Wirkens für die Homag Group lagen Schuler immer seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sehr am Herzen. Für sie stellte er eine wichtige Stütze dar. Von den Mitarbeitern erhielt er dafür vor 10 Jahren im Eingangsbereich einen Gedenkstein mit der Inschrift »Fels in der Brandung«. Auch in schwierigen Zeiten stand er stets zur Belegschaft. Partnerschaftliche Strukturen und eine Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens waren ihm stets ein hohes Gut und eine Herzensangelegenheit.

Dadurch entstand eine besondere Unternehmenskultur. Gerhard Schuler war es wichtig, die Mitarbeiter zu Mitunternehmern zu machen, wie zum Beispiel durch eine Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung, die Implementierung von partnerschaftlichen Führungsrichtlinien oder sein Engagement für die betriebliche und überbetriebliche Aus- und Weiterbildung. Diese Attribute waren für ihn prägend für den Unternehmenserfolg und ein wichtiger Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit.

Für sein großes Engagement erhielt Gerhard Schuler zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen.

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