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DHWR: Holz benötigt verlässliche Bundespolitik

DHWR
Holz benötigt verlässliche Bundespolitik

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Auf dem Podium beim parlamentarischen Abend des DHWR in Berlin: (v. l.) Dirk Wiese (SPD), Carina Konrad (FDP), Kassem Taher Saleh (Bündnis 90/Die Grünen) und Andreas Jung (CDU). Foto: DHWR

Auf dem parlamentarischen Abend des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) in Berlin wurden von Vertretern der Verbände zentrale Forderungen an die Politik formuliert: Um das Potenzial von Holzprodukten für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften auszuschöpfen, ist die Bundespolitik gefordert. Gleichzeitig müssten sich der Bund verstärkt mit den Akteuren auf Länder- und EU-Ebene abstimmen. Die Vertreter der Verbände warnten in diesem Zusammenhang auch vor weiteren Nutzungsbeschränkungen im Wald. Gleichzeitig warb die zentrale Interessengemeinschaft der deutschen Holzwirtschaft, der auch Tischler Schreiner Deutschland angehört, für mehr nachhaltig gewonnenes Holz aus regionalen Quellen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Abgeordnete aus Regierung und Opposition zentrale von den Ampel-Parteien im Koalitionsvertrag genannte Vorhaben. Dirk Wiese, der mit dem Hochsauerlandkreis einen sehr waldreichen Wahlkreis vertritt und Schirmherr der Veranstaltung war, wies auf das große Potenzial der Holznutzung im Einklang mit dem Klimaschutz hin. Wiese plädierte für eine deutliche Ausweitung des Bauens mit Holz, auch um so die Fixierung von Kohlenstoff im Gebäudebestand zu steigern. Dafür müssten der Bauwirtschaft aber genügend Mengen an heimischem Rohstoff zur Verfügung stehen.

Erreichen der Wohnungsbauziele

Angesichts steigender Baukosten, die auch besonders nachhaltiges Bauen betreffen, erinnerte die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Carina Konrad, an die Potenziale modernen nachhaltigen Bauens. Das Bauwesen sei auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen, die Innovationen ermöglichten. Den Unternehmen sagte sie zu, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen und Hindernisse abzubauen. »Serielles Bauen mit Holz als Baustoff bietet somit erhebliche Möglichkeiten, kostengünstig und innovativ zu bauen und damit einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Wohnungsbauziele zu leisten«, sagte Konrad.

Wert als heimischer Energieträger

Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion machte Andreas Jung deutlich, dass die Nutzung von Holz weit über Bau und verbrauchernahe Produkte hinausgehe. »Wir brauchen auch die energetische Verwendung von Holz, zumal wenn sie in regionalen Kreisläufen mit kurzen Transportwegen abläuft«, so der stellvertretende CDU-Vorsitzende. In der aktuellen Situation zeige sich deutlich, welchen Wert heimisch verfügbare Energieträger für unsere Energiesicherheit habe.

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat ist die zentrale Interessengemeinschaft der deutschen Holzwirtschaft. Er vertritt heute über seine Mitgliedsverbände, zu denen auch Tischler Schreiner Deutschland gehört, 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Milliarden Euro generieren.


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