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Fenstertage: 108 Teilnehmer tauschen Erfahrung aus

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Karl Standecker bei seinem Erfahrungsbericht über Bodenschlüsse und Schwellen Foto: Fachverband Leben Raum Gestaltung

Am 7. und 8. November 2019 fanden in den Räumlichkeiten der Holzfachschule Bad Wildungen die diesjährigen Bad Wildunger Fenstertage statt. Insgesamt 108 Teilnehmer sorgten dabei für ein volles Haus und einen erneuten Teilnehmerrekord. Die Besucher profitierten von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit zehn Vorträgen sowie von einer begleitenden Ausstellung, an der 34 Unternehmen aus der Fensterbranche teilnahmen.

Am Donnerstag begannen die Fenstertage mit der offiziellen Eröffnung durch Wolfgang Kramwinkel, Landesinnungsmeister von Tischlerhandwerk Hessen. Kramwinkel wies dabei besonders auf die Tradition der Veranstaltung hin: »Seit über 40 Jahren finden die Fenstertage nun schon in Bad Wildungen statt und haben in der Zwischenzeit nichts an Aktualität verloren.«

Peter Ertelt, der Vorsitzende des Ausschusses »Fenster und Türen« im Fachverband führte anschließend genauer in das Programm der kommenden zwei Tage ein und freute sich über die Rekordteilnehmerzahl im vierten Jahr in Folge. Ulrich Leber, betriebstechnischer Berater des Fachverbandes und Organisator der Fenstertage informierte die Teilnehmer über Aktuelles aus der Fensterbranche.

Viele Erfahrungsberichte

Im Anschluss an die Eröffnung begann das Rahmenprogramm, das der Ausschuss in Zusammenarbeit mit Leber und seinem Organisationsteam auf die Beine gestellt hatte. Bei der Themenzusammenstellung wurde besonders darauf Wert gelegt, die Theorie aus der Fensterbranche praktisch zu vermitteln. Insofern gab es in diesem Jahr besonders viele Erfahrungsberichte aus der Fensterbranche.

Im Workshop »Erfahrungsbericht Verkaufen im Fensterbau« erläuterte Frank Wilkening (Ohrem und Wilkening) Strategien für den Fensterverkauf. Beispielsweise hob Wilkening hervor, wie wichtig es sei, sich die richtigen Kunden auszusuchen. Wenn man das Gefühl habe, dass die Chemie nicht stimmt oder dass der Kunde nur den billigsten Preis haben will, sollte man von einer Zusammenarbeit absehen, so der Referent.

Die Referenten Marko Prentzel und Peter Ertelt erläuterten im »Erfahrungsbericht – praktische Umsetzung der Lieferantenprodukthaftung« die seit 2018 gültige Neuregelung der Baurechtsreform, nach der Handwerker gegenüber Händlern einen Anspruch auf Ersatz der Aus- und Einbaukosten haben – falls das Produkt fehlerhaft war.

Beim Workshop »Erfahrungsbericht – Planung und Ausführung von Bodenschlüssen und Schwellen« mit Karl Standecker (Hahnbacher Rollladen und Fensterfabrik) kam es zu einer regen Diskussion unter den Teilnehmern über dichte Haustüren. Dass Haustüren zunehmend auf der Wetterseite von Häusern geplant werden, war aus Sicht vieler Teilnehmer ein Hauptproblem. Denn auch wenn Haustüren nicht absolut dicht sein müssen, wird dies vor allem von den Kunden erwartet.

Matthias Brack (Brack Wintergarten) beleuchtete ist seinem »Erfahrungsbericht – Erfolgsgeheimnis Digitalisierung« die Chancen der Digitalisierung für das Handwerk. Dabei empfahl er den Teilnehmern, ihre Geschäftsmodelle einmal von einer ganz anderen Seite – am besten von der Kundenseite – zu denken. Als einen großen Vorteil der Digitalisierung sieht Brack die Möglichkeit, den Nachwuchs wieder vermehrt für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern. Über die sozialen Medien lasse sich für kleines Geld eine kreative Nachwuchskampagne auf die Beine stellen, so Brack. Für diese müssten sich die Betriebe allerdings ausreichend Zeit nehmen, da Kreativität ordentlich »Hirnschmalz« erfordere.

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