Konjunktur im Tischlerhandwerk

Betriebsvergleich bestätigt anhaltende Hochkonjunktur

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Die Eigenkapitalausstattung der deutschen Tischler und Schreiner ist weiterhin gut Foto: TSD

Der neue Bundesbetriebsvergleich von Tischler Schreiner Deutschland (TSD) bestätigt die aktuelle konjunkturelle Hochphase im Tischler- und Schreinerhandwerk, auch wenn die Spitzenwerte des Jahres 2016 vielfach nicht mehr erreicht werden. Beim betriebswirtschaftlichen Ergebnis erzielte selbst die kleinste untersuchte Betriebsgröße (unter 5 Mitarbeiter) mit knapp zwei Prozentpunkten einen sehr guten Wert, der aufgrund der deutlichen Entwicklungen in den übrigen Betriebsgrößenklassen im Gesamtdurchschnitt sogar auf über vier Prozent angestiegen ist. Auch die Gesamtkapitalrentabilität ist bei allen vier Betriebsgrößenklassen mit einem Gesamtdurchschnittswert von 9,5 Prozent unter Berücksichtigung des aktuellen Zinsniveaus mehr als akzeptabel.

Zugelegt hat außerdem der betriebliche Eigenkapitalanteil. Im Gesamtdurchschnitt liegt er bei über 43 Prozent, was in Anbetracht des kapitalintensiven Tischler- und Schreinerhandwerks sehr zufriedenstellend ist. Im Jahr 2016 lag dieser Wert nochmal um mehr als 3 Prozent höher.

Auch die Zuwächse bei der Wertschöpfung je Beschäftigtem überzeugen. Mit fast 71.000 Euro kann der durchschnittliche Gesamtwert sogar das Ergebnis von 2014, nicht aber den Spitzenwert von 75.000 Euro im Jahr 2016 toppen. Der im Gesamtdurchschnitt auf reiner Kostenbasis ermittelte Stundenverrechnungssatz ist indes auf 56,55 Euro pro Stunde angestiegen. Er beruht auf einer durchschnittlichen verrechenbaren Kapazität von 1.512 »produktiven« Gesellenstunden.

Nach zufriedenstellenden bis guten Ergebnissen in 2016 knüpfen die aktuellen Werte (Datenbasis 2018) an die Spitzenergebnisse von 2014 an und bestätigen das aktuelle Konjunkturhoch: »Das Tischler- und Schreinerhandwerk steht im Moment sehr gut da und erreicht durch die Bank weg Topwerte«, bestätigt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner.

Der zweijährige Bundesbetriebsvergleich gibt einen detaillierten Einblick in die Kapital-, Leistungs- und Kostenstruktur des deutschen Tischler- und Schreinerhandwerks. »Fakten, wie sie der Betriebsvergleich liefert, sind für unsere mittelständischen Unternehmen unerlässlich. Denn zum Unternehmenserfolg gehört es auch, regelmäßig die eigenen Zahlen zu analysieren, zu vergleichen und bei Bedarf Prozesse und Abläufe anzupassen«, erklärt Paukner.

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