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Bayern: Höchste Auftragsreichweite seit 20 Jahren

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Konjunktur in Bayern: Alle Betriebsgrößen haben ihre Auftragsreichweite gegenüber dem Frühjahr 2018 verbessert Foto: FSH Bayern

Der seit vielen Jahren anhaltende positive wirtschaftliche Trend im bayerischen Schreinerhandwerk hat sich auch im Frühjahr 2019 fortgesetzt. Aktuell meldet ein Großteil der Betriebe bei der Konjunkturumfrage des bayerischen Landesverbandes FSH nicht nur weiterhin eine gute Auftragslage, sie ist sogar nochmals deutlich gestiegen: Die Auftragsreichweite von 9,3 Wochen stellt einen neuen Spitzenwert dar und ist der höchste Wert der letzten 20 Jahre.

Gegenüber dem Frühjahr 2018 ist der schon damals sehr hohe Wert der Auftragsreichweite von 8,3 Wochen im Gesamtdurchschnitt über alle Betriebe damit nochmals deutlich gestiegen. Dr. Christian Wenzler, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Schreinerhandwerk Bayern stellt dazu fest: »Der relativ lange Winter mit einer verringerten Bautätigkeit hatte somit keine negative Auswirkung auf die Aufträge für das bayerische Schreinerhandwerk.«

Alle Unternehmensgrößen partizipieren

Die Auftragsreichweiten der Betriebe mit elf bis zwanzig Mitarbeitern ist im Vergleich zum Vorjahr mit 8,9 Wochen nun wieder massiv auf 11,0 Wochen angestiegen. Dies stellt den höchsten Wert aller Betriebsgrößen dar. Für alle Unternehmensgrößen gilt, dass sie deutlich über den Werten aus dem Frühjahr 2017 liegen.

Bei den Auftragsreichweiten der Innenausbau-, der Fensterbau- und der Mischbetriebe ist eine spürbare Steigerung gegenüber dem Vorjahr festzustellen. Die Fensterbaubetriebe melden mit 9,9 Wochen wieder die größte Auftragsreichweite (Vorjahr 8,4 Wochen). Aber auch die Innenausbauunternehmen verzeichnen sehr gute 9,5 Wochen. Sie konnten dabei jedoch ihren Spitzenplatz vom Vorjahr (8,8 Wochen) nicht verteidigen.

Umsatzprognose deutlich vorsichtiger

Die Betriebe werden anhand einer sechsteiligen Notenskala auch nach ihrer Umsatzprognose für die nächsten sechs Monate befragt. Hier hat sich der bayernweite Optimismus der vergangenen Jahre im Frühjahr spürbar abgeschwächt, auch wenn die Mehrheit der Unternehmen noch hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Der Anteil der Betriebe, die eine sehr gute oder gute Umsatzprognose abgeben, hat sich massiv um mehr als 9 Prozentpunkte verringert und beträgt nun 53,7 Prozent (Vorjahr 63,0 Prozent).

Der Mangel an Fachkräften schlägt sich inzwischen auch in der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe nieder. 16,3 Prozent der Unternehmen planen im Jahr 2019 die Anzahl ihrer Lehrlinge zu erhöhen (Vorjahr 17,5).

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