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Biesse trotzt Corona

Branche Corona Im Interview
Biesse trotzt Corona

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Von links: Biesse-Deutschland-Geschäftsführer Jacek Pigorsch, Spartenleiter Holz der Group Federico Broccoli, Vertriebsleiter Sebastian Marschner und Group-CEO Roberto Selci
Trotz Corona produziert Biesse in Italien weiter. Service und Ersatzteilversorgung sind gesichert. Im dds-Interview beschreibt Biesse-Deutschland-Geschäftsführer Jacek Pigorsch die Lage.

Italien ist von der Corona-Krise besonders schwer betroffen. Zahlreiche Betriebe arbeiten zurzeit gar nicht mehr. Wie ist die Situation in der Biesse Group?

Natürlich sich auch wir betroffen. In unserem Werk im italienischen Pesaro laufen die wichtigsten Produktionseinheiten, sodass wir unsere Aufträge abarbeiten können. Zum Schutz unserer Mitarbeiter arbeiten wir jedoch mit einer reduzierten Mannschaft. So können wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter die empfohlenen Sicherheitsabstände einhalten. Die Produktion läuft, wenn auch verlangsamt, weiter.

Mit welcher Entwicklung rechnen Sie und Ihre italienischen Kollegen?

Wir haben ein sehr gutes Polster bei unseren Auftragseingängen. Das stimmt uns positiv, einigermaßen unversehrt durch die Krise hindurchzukommen. Wie lange der Spuk jedoch noch dauert, das weiß heute niemand. Gestern hieß es in der Tagesschau, dass sich in Italien die Zahl der Infizierten allmählich stabilisiert. Das lässt hoffen.

Was bedeutet diese Situation für Ihre Kunden?

Ich spreche jetzt speziell für Deutschland, dafür bin ich zuständig: Der Service läuft über unsere beiden Niederlassungen im westfälischen Löhne und in Nersingen bei Ulm weiter, die Ersatzteilversorgung ist gesichert. Alles, was wir auf Lager haben, können wir auch liefern, auch heute. Einige Ersatzteile liegen hier bei uns in Deutschland, das Gros jedoch in Pesaro. Auch von dort aus dürfen wir nach wie vor Ersatzteile versenden. Weiterhin steht unseren Kunden unsere Telefon-Hotline zur Verfügung. Aktuell können wir natürlich keine Techniker von Italien entsenden, aber dafür haben wir unsere eigenen Techniker hier in Deutschland, sowohl in Löhne als auch in Nersingen. Diese erhalten auch weiterhin Unterstützung aus Italien.

Wollen Sie weiterhin an Ihrem Messeauftritt auf der Holz-Handwerk in Nürnberg festhalten?

Ich weiß, dass sich der Messeveranstalter am 8. April entscheiden möchte, ob die Messe stattfinden soll oder nicht. Wir wollen trotz der Corona-Krise nach Nürnberg kommen. Eigentlich richten Biesse Italien und Biesse Deutschland unseren Messeauftritt gemeinsam aus. Sollten unsere italienischen Kollegen wegen Corona ausfallen, schaffen wir das auch alleine, in unseren Showrooms stehen dafür genügend Maschinen.

Wie läuft aktuell das Geschäft bei Biesse Deutschland?

Wir arbeiten normal, reisen, solange wir dürfen und nutzen aber auch die Möglichkeiten mit Homeoffice und Videokonferenzen. Den Vertrieb werden wir mit Kurzarbeit etwas herunterfahren.

Das Interview führte dds-Redakteur
Georg Molinski


Steckbrief

Die Biesse Group im italienischen Pesaro fertigt u. a. Maschinen zum Herstellen von Möbeln, Bauelementen und Komponenten für die Schiffs- und Luftfahrtindustrie. Weltweit beschäftigt sie 4200 Mitarbeiter und unterhält in Deutschland Niederlassungen im westfälischen Löhne und in Nersingen bei Ulm.

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