Marketing & Betriebsführung

Werkzeugkiste mit Komfort

Der neue VW Caddy ist da. Das hochwertige Schreinerfahrzeug hat die Anmutung eines Pkw, bietet vorzügliche Laderaumverhältnisse und hohen Fahrkomfort.

Volkswagen hat seinen kleinsten Transporter, den „Caddy“, neu aufgelegt. Mit dem Vorgänger hat er nur noch den Namen gemein. Äußerlich ähnelt er einem fensterlosen Van. Lassen vorne Golf V und Touran grüßen, ist der hintere Kastenaufbau eine gelungene Synthese aus Lieferwagen und Schnelltransporter. Mit seiner großen Frontscheibe, dem erhöhten Dach und der markanten Heckpartie macht der Caddy einen guten Eindruck, der durch eine solide Verarbeitung komplettiert wird.

Die meisten Teile für dieses Fahrzeug (z.B. Motoren, Getriebe und Bremsen, aber auch das Cockpit) konnte Volkswagen aus dem Lager beziehen, was dem Preis zugute kam. Im Hinblick auf Anmutung, Qualität und Wertigkeit gibt es kaum noch einen Unterschied zwischen einem Pkw und diesem Nutzfahrzeug.
Der neue Caddy verfügt über eine Ladehöhe von 1,13 m, eine Laderaumbreite von 1,34 m (zwischen den Radhäusern 1,17 m) sowie eine Laderaumlänge von 1,78 m. Das Laderaumvolumen beträgt 3,2 m3. Als Nutzlast sind 750 kg zulässig. Der Kastenwagen verfügt serienmäßig über eine Schiebetür rechts (0,70 x 1,10 m) und asymmetrische Flügeltüren hinten (linke Tür optional).
Vorerst wird der Caddy mit zwei Motoren angeboten: einem 1,4-l-Benziner mit 51 kW (70 PS) und einem 2-l-Saugdiesel mit ebenfalls 51 kW. Während der Benziner besonders an Steigungen unter voller Beladung ein wenig müde wirkt, geht der Diesel doch schon einiges strammer zu Werke. Wer seinen Caddy allerdings regelmäßig voll auslastet, einen Hänger zieht und häufig längere Strecken zurücklegen muss, sollte bis zum Frühjahr auf den flotteren 1,9-l-Pumpe-Düse-Super-Diesel aus dem T5-Transporter mit 77 kW (104 PS) warten, der außerdem mit 6,8 l Diesel auf 100 km kaum mehr verbraucht.
Für das Schreinerhandwerk steht nun wieder ein echter VW-Kleintransporter bereit, der so konstruiert wurde, dass er in Eigen- oder Fremdleistung ohne Probleme bedarfsgerecht ausgebaut werden kann. Die Dachreling für den Leiter- und Materialtransport sowie ein Reff für den Außentransport von sperrigen Fenstern oder Türen fehlten bisher. Allerdings ist die vollständige Zubehörliste für den Caddy erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe erschienen.
Sehr gut ist die Bedienung. Das Fünfganggetriebe arbeitet exakt, die zweistufige Servolenkung (elektromechanisch) geht beim Einparken federleicht, um dann bei schneller Fahrt strammer zu werden. Optimale Spurtreue, hoher Fahrkomfort, wie man ihn sonst von keiner Werkzeugkiste kennt, und der kleine Wendekreis von 11,30 m sind weitere Pluspunkte. Der Laderaum ist mit Zurrösen versehen; auf Wunsch gibt es ihn mit Gummi- statt Blechboden. Serienmäßig sind Antischlupfregelung, ABS und vier Scheibenbremsen, gut die lastabhängigen Stoßdämpfer. Braucht ein Schreinerbetrieb einen Caddy-Kombi für den Mannschafts- und Gütertransport, steht dafür auch das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) zur Verfügung.
Der Schreiner-Caddy von morgen ist ein moderner Van mit professionellem Nutzabteil. Der Einstiegspreis für den Caddy liegt bei 12900 Euro. Noch nicht bestätigt hat VW die reinen km-Kosten, die wir über den Dekra ermittelten. Heraus kamen sehr günstige 36 bis 38 Cent. Ganz zu schweigen vom zu erwartenden Wiederverkaufswert. Dieter Rolfes
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