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Wenn Theken rotieren …

Marketing & Betriebsführung
Wenn Theken rotieren …

Jedes CAD-Programm ist anders. Die Lösung bestimmter zeichnerischer Probleme ist jedoch von der Vorgehensweise her zuweilen ähnlich. Hier verraten CAD-Anbieter ihre Tricks.


PaletteCAD
Wie kann auf der Basis einer geraden Konstruktion ein abgerundetes Eck- element, zum Beispiel für eine Theke, erstellt werden?
Hier hilft Ihnen das Rotationsobjekt von PaletteCAD weiter. Erstellen Sie zunächst wie gewohnt aus Platten den geraden Teil der Theke, und fassen Sie den Zusammenbau zu einer Gruppe zusammen (für die Ordnung in der Holzliste). Um den runden Teil der Theke zu erstellen, schalten Sie jetzt auf die Einzelobjektauswahl um und wählen die Platten der Theke aus. Mit „Erstellen/Rotation“ legen Sie einen senkrechten Schnitt durch die Objekte der Theke. Es öffnet sich das Eingabefenster für die Erstellung eines Rotationsobjektes. Wählen Sie hier den inneren Radius und den Winkel für die Rotation. Ein Versatz wird hier normalerweise nicht benötigt. Wichtig ist der Haken ganz unten im Feld: „Gruppe erzeugen“. Wenn dieser Haken gesetzt ist, bleibt jede runde Platte auch ein eigenes Objekt innerhalb der Gruppe für die Holzliste. Bestätigen Sie abschließend mit „OK“, um das Rotationsobjekt zu erzeugen. Ein Tipp für die Holzliste: Über „Objekteigenschaften“ sollten Sie anschließend unter „Branche/Schreiner“ für die gerundeten Teile einen Werkstatttext dazu hinterlegen, wie diese Elemente gefertigt werden sollen.

Pinncalc DaVinci
Lässt sich der Tresenzugbefehl auch zur Konstruktion anderer Möbel verwenden?
Trotz seines Namens lässt sich der Tresenzugbefehl tatsächlich nicht nur für Theken etc. verwenden, sondern auch zur Konstruktion beispielsweise einer Eckbank. Bei dieser erzeugt er schnell Sitzfläche, Rückenpartie und oberen Abschluss. Im Dialog wird dazu zunächst die vertikale Schnittlinie durch die Eingabe von X/Y-Wertepaaren für die Eckpunkte definiert. Ein Linienzug im Grundriss bestimmt anschließend den Verlauf der Eckbank, und DaVinci platziert die Platten (evt. auch Rahmen- und Füllungselemente) entsprechend im Raum. Jetzt werden noch die Stützen der Eckbank benötigt, die über den Befehl „Freiform-Massivholz“ (oder „-Platte“) konstruiert werden. Hierbei empfiehlt es sich, ein Hilfsliniengerüst zu verwenden, da die Konstruktion damit deutlich schneller ausgeführt werden kann. Nach der Fertigstellung muss die Stütze nur noch entsprechend kopiert und gedreht werden. Im letzten Schritt werden mit dem Leistenzug die Leisten als schmückende Elemente auf die Rückenpartie gesetzt. Dazu wird einfach an den Eckpunkten der entsprechenden Rückenpartie gefangen und dann die Leiste über einen Versatz auf der Platte platziert.

Pytha 3D CAD
Eine selbst entworfene Regalwand soll möglichst einfach an verschiedene Raumsituationen und Kundenwünsche angepasst werden. Wie ist bei der Konstruktion vorzugehen, um die Regalwand möglichst variabel verwendbar zu machen?
In Pytha erreichen Sie dies, indem Sie die Konstruktion als parametrisiertes Bibliothekselement speichern. Die variablen Abmessungen werden dann beim Laden abgefragt und lassen sich dadurch einfach unterschiedlichen Erfordernissen anpassen. Die grundsätzliche Arbeitsweise beim Erstellen eines parametrisierten Elements ist recht simpel: Ergänzen Sie das Element mit einer Bemaßung, beispielsweise der Dicke eines Fachbodens. Anschließend ordnen Sie der Bemaßung mit der Funktion „Parametrik“ einen Namen zu, z. B. „A Fachboden“. Zusätzlich können Sie noch Vorgaben für das parametrische Maß vergeben, z.B. „18, 20, 24, 30“. Jetzt speichern Sie das Element. Wenn der Fachboden künftig geladen wird, fragt Pytha die Dicke über ein Menü ab und passt den Fachboden entsprechend an. Nach diesem Grundprinzip lassen sich komplexe Bibliothekselemente mit beliebig vielen parametrisierten Bemaßungen aufbauen. Enthält die Regalwand mehrere Seiten mit identischen Abmessungen, so zeichnen Sie zuerst eine Seite und versehen sie mit der parametrisierten Bemaßung. Erst danach erzeugen Sie die übrigen Seiten als Kopie. Beim Laden wird dann das Maß nur einmal abgefragt, angepasst werden jedoch alle Seiten. Eine gleichmäßige Aufteilung der Regalwand erhalten Sie, wenn Sie eine Bemaßung über die ganze Länge setzen und beim Parametrisieren einstellen, in wie viele gleiche Abmessungen aufgeteilt werden soll. Beispielsweise erzeugt die Ergänzung „/5“ hinter dem Namen fünf gleiche Teile. Soll sich die Regalwand beim Platzieren mit „Drag & Drop“ automatisch einer Wandlänge anpassen, müssen Sie die beiden Referenzpunkte, die fürs Platzieren verwendet werden, variabel bemaßen.
Eine Regalwand, die Sie mit der Parametrik laden, können Sie jederzeit noch ändern: Längen anpassen, Fachböden ergänzen usw. Da Kalkulation und Fertigung immer die Geometrie der fertigen Zeichnung verwenden, werden alle diese Änderungen hier berücksichtigt.
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