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Wald, Wiese, Werkstatt

Marketing & Betriebsführung
Wald, Wiese, Werkstatt

Im Bregenzer Wald steht zeitgemäße Architektur im Einklang mit der Umgebung. Beispielhaft ist die jetzt mit dem Vorarlberger Holzbaupreis ausgezeichnete Werkstatt der Tischlerei Anton Mohr.

Eric Sturm, Berlin

Architekt Andreas Mohr hat die elterliche Tischlerei um einen sehenswerten Anbau erweitert. Im Erdgeschoss sorgen kompakte Unterzüge aus BauBuche für viel lichte Höhe. Darüber entstand ein natürlich beleuchteter Ausstellungsraum mit filigraner Tragkonstruktion. Im Juli 2015 erhielt das Projekt beim 11. Vorarlberger Holzbaupreis eine Auszeichnung in der Kategorie »Gewerbebauten«. Das lang gestreckte Werkstattgebäude liegt am Rande des Dorfes Andelsbuch im Bregenzer Wald. Die beiden Gebäudeteile – Alt und Neu – hat Andreas Mohr geschickt zueinander versetzt angeordnet. So entstehen differenzierte Außenräume, die gleichzeitig von praktischem Nutzen sind: vorne eine Hofsituation, hinter den Häusern geschützte Lagerflächen.
Der Bau entfaltet seine Wirkung durch eine klare architektonische Haltung: Die Stirnseiten sind zu zwei Dritteln verglast und bieten von außen Einblicke in die Werkstatt. Von innen schaut man in die umgebende Hügellandschaft Vorarlbergs. Die übrigen Flächen sind mit einer rau wirkenden Außenhaut aus großflächigen, streng geordneten Holzschindeln bedeckt. Verglaste Schlitze zwischen den Doppelbindern der Tragkonstruktion durchbrechen die Gebäudehülle. Im Erdgeschoss entstand ein großzügiger, stützenfreier Werkstattbereich. Die niedrig dimensionierten Unterzüge aus BauBuche sorgen für eine großzügige lichte Höhe.
Das Obergeschoss dient als Ausstellungsraum. Die Dachkonstruktion wirkt durch die Idee, die Binder aufzusplitten und paarweise aufzustellen, besonders filigran. Die Furnierschichtholz-Bauteile aus BauBuche ergänzen sich harmonisch mit den Wandverkleidungen aus Nadelholzplatten.
Besonders die spitzwinkligen Details der Dachkonstruktion zeigen die präzise Verarbeitung der BauBuche-Träger. Millimetergenau liegen die Bauteile der Doppelbinderkonstruktionen aufeinander, präzise fügen sich die Streben in die individuell entwickelten Verzapfungen.

Ein Bauholz für schlanke Konstruktionen
Die »BauBuche« von Pollmeier besteht aus Furnierschichtholz. Sie ist sowohl faserparallel verleimt (BauBuche S) als auch mit etwa 20 Prozent Querlagen (BauBuche Q) erhältlich. BauBuche S eignet sich für stabförmige Bauteile mit einer Breite von bis zu 80 mm. Die BauBuche Q hingegen ist für flächige Tragelemente, wie zum Beispiel lastabtragende Wandscheiben, bestimmt. Die Platten werden in den Standarddicken 40 und 60 mm und Breiten bis 1820 mm produziert. Als größte Standardlänge sind 18 m erhältlich. Durch die Herstellung auf einer kontinuierlichen Presse sind aber auch größere Längen möglich. BauBuche GL70 wird aus faserparallel verleimten, 40 mm dicken BauBuche-S-Lamellen hergestellt. Dank seiner hohen Festigkeit ermöglicht BauBuche GL70 schlanke Konstruktionen für hohe Lasten und große Spannweiten. Bei BauBuche GL70 zeigen die Seitenflächen das Furnierlagenbild; Ober- und Unterseite hingegen die Laubholzoberfläche. BauBuche GL70 wird mit einer Querschnittsbreite von 50 bis 300 mm, einer Querschnittshöhe von 120 bis 600 mm und in Längen bis 18 m angeboten.
Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG,
99831 Creuzburg, www.pollmeier.com

Steckbrief

Bauherr: Tischlerei Anton Mohr, Andelsbuch (AT)
Architekt: Andreas Mohr, Wien (AT)
BauBuche: Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG, 99831 Creuzburg, www.pollmeier.com
Holzbau: Kaufmann Zimmerei, Reuthe (AT)
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